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Der neueste Partygag: Polizisten Kloppen?

Der neueste Partygag: Polizisten kloppen

 

Was ist mit unseren Jugendlichen los? In Stuttgart versammeln sich zwischen vier-bis fünfhundert junge Männer, um zu plündern und auf Polizisten loszugehen. Brutale Gewalt, Chaos, Horror. Mehr als die Hälfte der jungen Festgenommenen (24) haben keinen deutschen Pass, von dem Rest wird nichts bekannt gegeben. Vier-bis fünfhundert Menschen, das ist eine ganze Menge.

Ahmed Mansour wird interviewt. Er wird immer dann interviewt, wenn es ein Problem mit migrantischem Hintergrund gibt.

Hier aber handelt es sich doch um Ausraster der „Party-und Eventszene“. Was hat man sich denn darunter vorzustellen? Vierhundert junge, gewaltbereite Männer machen sich auf in die Stadt, kloppen um sich, randalieren, plündern, greifen Polizisten an als Krönung eines schönen Saufabends? Kann ich mir nicht vorstellen.

Verharmlosung halte ich hier für gefährlich. Aufklärung muss betrieben werden, was war die Ideologie oder waren die Ideologien, die dahinter steht oder stehen, um was geht es eigentlich. So meint auch Mansour.

Anstelle dessen kommt sofort wieder die Frage auf, ob unsere Polizei ein Problem mit Rassismus hat. Auch wenn ich schon mal den einen oder anderen Polizisten getroffen habe, der eher etwas aufgeblasen daherkam, halte ich nichts davon, den Spieß jetzt umzudrehen. Um vom Thema abzulenken. Wir sind nicht Amerika.

Sich jetzt wegzuducken aus falsch verstandener Toleranz oder weil man schon für 2021 im Wahlmodus tickt, wäre fatal.

Sonntagabend saß ich auf dem Balkon, nicht Stuttgart, weit weg von Stuttgart. So gegen 23 Uhr zogen einige junge Männer durch die Straße, die von Bäumen gesäumt ist, sodass ich nicht zu sehen war, brüllten, dass sie alles kaputtschlagen wollten. Die Stimmen waren so aufgeheizt, so wütend, so unkontrolliert, dazu Schläge auf Bushaltestelle, Papierkörbe, dass ich richtig Angst bekam. Ich habe nie Angst vor jungen Männern gehabt, aber da ging ich rein, da ich im Erdgeschoss wohne. Zu meinem Mann sagte ich: Wenn du jetzt zufällig mit dem Hund draußen bist, dann schlagen die dich einfach kaputt.

Vor einer Woche schoss in einem Handyladen in unserer Stadt ein migrantisch aussehender junger Mann um sich. Sein Freund hatte auch eine Waffe dabei. Meine Tochter schnappte ihren kleinen Sohn und rannte weg. In den Nachrichten sah man davon nichts, auch im Netz war nichts nachzulesen.

Wenn wir ein Problem in diesem Land haben mit gewalttätigen, jungen Männern, die migrantische Wurzeln haben, dann muss das benannt werden, darüber gesprochen werden, aufgeklärt und aufgearbeitet werden. Dann muss man präventiv arbeiten und auch im Rechtsrahmen spürbare Strafen verhängen.

In unser aller Sinne und Sicherheit, besonders aber auch im Sinne all der migrantisch aussehenden Jugendlichen wie mein Ziehsohn mit marokkanischen Wurzeln, die NICHT gewalttätig sind.

 

Party-Gag? Ja klar! Wer ist als nächstes dran, Lehrer, Opas, Brillenträger?

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.06.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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