Andreas Vierk

Die Liebe im Sommer

 

 

 

Der Sommer ist ein Sperling, honigfarben,
der zwitschernd deiner brauen Stirn entwich!
Er lässt uns trunken taumeln, dich und mich,
wie gestern, als wir zueinander starben,


wie jetzt, wenn wir in einer Welle rauschen,
in tauben Ohren den Zikaden lauschen,
und zwischen Milch und Asche Rhythmen tauschen.


Wie die Orange drück ich dich ins Blut,
mein Innerstes in deinen Puls gekehrt.
Die Becher mit den Küssen sind gelehrt.
Bald droht der Herbst mit toter Vogelbrut.


Noch nicht! Im Kirschbaum mit dem Schaum aus Licht,
dem blauen Raum, der in den Strahlen bricht,
wird uns der Rausch zerrütten. – Schon? – Noch nicht!

 

 

 

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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