Hanns Seydel

EINE BEZAUBERNDE BLONDINE MIT LANGEN HAAREN


( nach einer wahren Begebenheit im Leben des Autors )

"In einem Thal bey armen Hirten
Erschien mit jedem jungen Jahr,
Sobald die ersten Lerchen schwirrten,
Ein Mädchen, schön und wunderbar."
(Schiller: "Das Mädchen aus der Fremde", 1. Strophe)




Die groß` Blondin`, die ich so lieb,
sie geht mir nicht aus dem Sinn.
Bei ihr, ich seh nur besten Trieb,
viel Gutes, bei ihr ist innen drin.
Sie ist ein Traum von einer Frau
und ohne sie ist alles grau.
Bei ihr, der Himmel ist nur blau
und sie, sie weiß es ganz genau.

Mit langen blonden Haaren,
so kommt sie angefahren.
Ihr breitgeformter Mund
bestimmt sehr schöne Stund`.
Der Blondine lange Mähnen
hat sehr schön gestreckte Strähnen.
Ihre Schönheit spricht für sich
und nichts damit sei je verglich`.

Und wenn sie ihren Kopf erhebt
und ihren langen Hals bewegt,
dann bin ich ganz entzückt
und wäre fast beglückt.
Mit Einssiebzig ist sie groß,
wirkt triebhaft ganz famos.
Ich seh ihr ellenlange Bein`
und denk`, wär sie bloß mein.

Wie schön sie ist geschminkt,
wie herrlich sind ihr` Händ` beringt.
Sie weckt enorme Sympathie,
bei Manchen gibts die nie.
Ich seh ihr` herrlich` Formen,
die übertreffen alle Normen.
Als Verstandesmensch, man überlegt :
Was gäbs denn sonst, das mehr erregt ?

Vom Anblick ihrer herrlich` Augen,
die süßer sind als alle Trauben,
ich bin so richtig fasziniert,
dass mehr von ihr mich intressiert.
So weite ich mein` Fantasien,
die bereits im Vorfeld warn gediehen,
aus zu Lebens höchster Lust,
wo tiefster Trieb, er hat viel Durst.

Und Blicke sagen mehr als Worte,
wie Musikes lautest Forte
verdeckt Pianos innerst` Sorte,
könn` Blicke süßer sein als jede Torte.
Ich verschlang sie regelrecht
mit Blicken wie aus Stahl.
Doch auch dort, ich blieb gerecht
und freut` mich auf das nächste Mal.

Wie ein megagroß` Orkan,
so kam es in mir an.
Das Übermaß der Hochgefühl`,
sie mahlten wie `ne Riesenmühl`.
Da kannten meine Sehnsücht`
einfach nur kein Halten mehr.
Denkend an der Fraues Lüst`,
im Geist, ich sah der Wonne Meer.

Mein` Begeisterung war grenzenlos,
ihr` Schönheit macht mich sprachenlos.
So schreibt Schicksal seinen Weg,
der stärker ist als dünner Steg.
Ihrn Langhaarschnitt ich stets bewunder`,
doch kurzes Haar, es ist nicht Plunder.
Ihr wunderschön` Gesicht,
noch schöner ist`s als mein Gedicht.

Nur sie will ich ehren
und sie will ich achten.
Denn sie kann vermehren
Freud, nach der wir trachten.
Und hör ich ihre schöne Stimme,
wie Musik sie bei mir klinge.
Ihr erfreuend herrlich Lachen
erzählt von wunderbaren Sachen.

Ihr` herrlich weiblich` Schönheit,
nur bestaunen kann ich sie.
Ihr Charakter hat `ne Reinheit,
die Manche haben nie.
Und jedes Mal, wenn ich sie seh,
ich freu` mich wie ein Kind.
Denn sie tut Keinem weh
und bringt Schönes ganz geschwind.

Sie weiht mich ein in ihren Bund,
bei ihr, mir schlägt kein` Stund`.
An sie will oft ich denken,
so viel Schönes kann sie schenken.
Denn jede Lust will Ewigkeit,
so ist die ganze Wirklichkeit.
Zu Herrlichem, sie ist bereit,
bei ihr, jeder dort, er ist befreit.

Schlechte Laune kennt sie nicht,
sie strahlt heller als ein Licht.
Wie dieses Werk, sie wirkt wie ein Gedicht,
doch einzig nur ist ihr Gesicht.
So wach ich morgens auf
und bin bereits gut drauf.
Der Tag kann nehmen seinen Lauf
mit Schaffen ohn` Verschnauf`.

( E N D E )
Hanns SEYDEL, 03.09.2019
( Werk 023 )




"Willkommen waren  alle Gäste,
Doch nahte sich ein liebend Paar,
Dem reichte sie der Gaben beste,
Der Blumen allerschönste dar."
("Das Mädchen aus der Fremde", 6. Strophe)




































































































































 

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