Hanns Seydel

DIE SUCHE NACH THORS HAMMER


Wer hat bloß gestohlen
den Hammer des Thor ?
Wer schlich unverfroren
und kam dann hervor ?
Mjölnir, der Hammer
des Donnergotts Thor,
er war wie ein Banner
auf eiserner Tür.

Zürnend und fluchend
Mjölnir nur suchend,
Vorwürfe schrillest nur schleudernd,
war bei Thor nichts mehr erneuernd.
Nirgends den Hammer mehr findend,
war Thor nur noch nachsinnend.
So kam er auf den Gedanken,
im Totenreich zu fahnden.

Und Thor begab sich in die Niflhel,
dem rauen Reich der rohen Ruhenden.
Dort macht` aus ihrer Krassheit keinen Hehl
Totengöttin Hel, die empfing den Suchenden.
Die Grauenhaft` wurd` oft besucht
von denen, die war`n arg  verrucht,
nämlich Fenriswolf und Midgardnatter,
ihre krass verdorbnen Kinder.

Schlimmste Schlangen schleichten
mit Feuerbrunst im Riesenrach`
in Heles dunklem Reichen
und war`n giftiger als jeder Drach`.
Doch auch in Niflheles Weiten,
der Hammer war nicht zu finden.
Erfolglos Thor nach Asgard kam zurück
und gab an, gehabt zu hab` kein Glück.

Da trat Loki auf den Plan
und hörte Thores Pech mit an.
Loki, der Asengötter Listenreiche
erzählte Thor dann seine Pläne :
"Donnergott, pass auf", Loki begann
und fuhr listig fort, als er sich besann:
"Von allen sehr bekannten Dieben
könn` den Hammer nur hab` die Riesen".

Denn die Riesen war`n Niemands Freunde,
sie war`n der Götter ärgste Feinde.
Ihr Oberhaupt, der träge Thrym,
hatt` negativ nur trüben Sinn.
Heimtückisch frug dann Loki,
ob einverstanden sei der Thor,
dass nach Riesenheim führ` Loki,
den Hammer zu suchen für Thor.

Da wurd` Thor unendlich froh,
denn er meinte, Loki brächt` Hülfe.
Thor dacht` weiterhin, es wäre gut so,
denn Loki bräucht` nur des Weges Hälfte.
Riesenheim war insgesamt sehr lang,
bereits der Nam`, er machte bang.
Und Thor hatt` wirklich Recht,
denn nur bis Thrym war helles Licht.

Durch und durch ganz krass verwegen
war Loki auf allen seinen Wegen.
So trafen sie dann aufeinand`,
es war ein herbes Miteinand`.
Und bald fand Loki dann heraus,
der Hammer war in Thrymes Haus.
Doch zur Herausgab` sei er nur bereit,
wenn Göttin Frigga werd` sein Weib.

Dann eilte Loki heim nach Asgard,
wo er bereits erwartet ward.
Versammelt war`n all` Asengötter,
unterm Vorsitz vom Göttervater.
Und Heimdall, Asgards kluger Wächter,
der war der Weisheit wahrer Pächter,
gab Göttern oft und gerne Rat
und empfahl dem Thor die beste Tat:

Als Frigg verkleid` soll Thore sich begeben
zu Thrym, um so den Hammer zu bekommen.
Und auch Loki zog dann eifrig mit dahin,
verkleid` als Lokis Dienerin.
Und als Thrym erfreut die beiden sah,
aus dem Häuschen war er ganz und gar.
Als Hochzeitsgabe ließ er bringen
Thores Hammer, war am Singen.

Und als Thor den Hammer hielt in Händen,
musst` Thrymes Leben baldig enden.
Zornig tötet` Thor den Thrym,
denn die Rache, sie galt ihm.
Als Thor mit Loki nach Asgard fuhr,
bei Göttinn` und Göttern war Freude pur.
Denn Hammer Mjölnir, er bewirkte,
dass Asgards Dasein noch nicht endete !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 10.09.2019

( Werk 027 )





























































































































































 

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