Margit Farwig

Grüne Gärten

 

 

Im grünen Garten meiner Wildnis

fallen mir tausendfach Sachen ein

mir begegnen Maulwurf, Igel und Iltis

so bin ich dort selten allein

 
wir grüßen einander mit großem Respekt

ziehe imaginär meinen Hut

im Grunde ein unbedeutender Aspekt

es geht uns einfach nur gut

 
sie betreiben emsig ihre Geschäfte

ich schaue ihnen neugierig zu

meinerseits sammle verlorene Kräfte

wir lassen uns tunlichst in Ruh’

 
lass mich von der Sonne ein bisschen bescheinen

von den Vögeln ein bisschen besingen

hier mag ich die Welt nicht beweinen

was sollte mir hier wohl misslingen

im grünen Garten meiner Wildnis
 
© Margit Farwig

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Das Mädchen aus Oberschlesien von Brigitte Hanisch



Das kleine Mädchen Brigitte wächst wohlbehütet in einer Großfamilie im katholischen Oberschlesien auf. 1938 siedeln die Eltern mit Brigitte nach Kiel um. Dort wird Ihre Schwester Eva-Maria geboren. 1939 beginnt der Krieg und Kiel wird besonders gebeutelt. Entsetzliche Jahre für das kleine Mädchen. Tag und Nacht Bombenangriffe. Hungersnot und immer die Angst um den Vater. Das Mädchen ist seelisch in einem so schlechtem Zustand, dass die Eltern Brigitte nach Oberschlesien zur Schwester der Mutter schicken. Dort wird sie eingeschult und geht auch in Schomberg zur ersten heiligen Kommunion. In den nächsten Jahren pendelt sie hin und her. Kinderlandverschickung nach Bayern, Kriegserlebnisse in Kiel, danach wieder zurück nach Oberschlesien zur Erholung. Dort aber hat sie große Sehnsucht nach ihrer Schwester und den Eltern und fährt deshalb Weihnachten 1944 nach Kiel zurück. Das ist ihr Glück, denn im Januar 1945 marschieren die Russen in Beuthen ein.
Die Nachkriegsjahre und der Aufbau der jungen Bundesrepublik prägen Brigitte. Sie lernt einen Flüchtling aus Pommern kennen und lieben. Sie heiratet ihn nach vielen Hindernissen 1954. Ein Jahr später ziehen sie nach Stuttgart. Dort endet das Buch.

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