Bernhard Pappe

Mein letztes Gedicht (Ich schrieb’s vor Tagen)

 

Mein letztes Gedicht,

(ich schrieb’s vor Tagen)

es spricht die Sprache nicht,

die ein Herr Goethe spricht

oder ein Herr Schiller,

es war eher ein Reimekiller,

ohne Hilfe durch Herrn Heine,

stieg ich gedacht an langer Leine

hinab hinauf in meiner Berge Fantasie.

Ein wundersamer Ort

bar jeder Agonie

und ich blieb dort.

Die Formen, die Farben, die Möglichkeiten,

ungehemmt vermochte ich‘s durchschreiten,

das Land, die Zeit, den Raum.

Es war kein absurder Traum,

vor meinem Fenster schulterte ein Baum

den ganzen Wolkenhimmel.

Auf jedes Weges Stück

pflückte blumige Worte ich.

Strich um Strich

füllte sich meine Kladde,

ein Schatz sich angesammelt hatte,

den bracht‘ ich mir zurück.

Ein paar Tage nun zum Reifen,

Schatzdiamanten galt es zu schleifen,

In richtige Reihe bracht‘ ich sie,

durchschritten war erneut die Fantasie.

Mein Schatz,

er fand auf einem Blatte Platz.

Stolz trug ich ihn hinaus…

 

Reimbruch!

Stilbruch?

Kein Wortbruch!

 

Der Schatz ist in der Welt nun.

Offen liegt er da und dennoch versteckt.

Gold, Perlen, Diamanten, alles im Überfluss.

Die Leine liegt aus, man kann sie ergreifen,

um sich an meinem Weg entlang zu hangeln,

ein Stück weit oder bis zu seinem Ende.

 

Was, wenn der Schatz im Wortemeer,

mit Gleichgültigkeit beschwert, ertrinkt?

Schicksal oder Notwendigkeit ?

Der Schatz, ich weiß wo er ruht,

ich kann hinabtauchen zu seinen Koordinaten,

es bleibt ein Ort voller Fantasie.

 

© BPa / 07-2020

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