Sabine Röhl

Café la Meer***

In einer fremden Stadt wartet er auf sie im Café la Meer,
er kennt sie nur von einem Foto und er freut sich sehr.
Niemand wird erfahren, was an diesem Abend passiert,
auch wenn er heute Nacht sein Herz an sie verliert.
Ihr Lächeln, dieser unwiderstehliche Blick,
er denkt an die Zeit des Schreibens zurück.
Sie sind sich in einem Chat im Internet begegnet,
jetzt sitzt er im Café La Meer und es regnet.
Er schaut aus dem Fenster, schon Viertel nach Zehn,
er trinkt seinen Espresso und wollte schon gehen.
Plötzlich öffnet sich die Tür, sie sucht seinen Blick,
er lächelt sie an und sie lächelt zurück.
Sie haben den gleichen Gedanken, sprechen kein Wort,
ihre Herzen schlagen laut, an diesem fremden Ort.
Es bleibt ihr Geheimnis, sie haben sich gefunden,
und sind von nun an für immer verbunden.

© Sabine Röhl

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Ein tiefes Blau - Berlin von Heiger Ostertag



Während eines Berlinaufenthalts lockt eine schöne Unbekannte den Schriftsteller Alexander Veldo in die Räume einer Vernissage. Dort wird er mit einem Bild konfrontiert, das ihn völlig in den Bann schlägt. Am nächsten Morgen ist das Gemälde verschwunden. Die Suche nach dem Bild führt Veldo tief in die faszinierende und vielfältige Welt der Kunst. Im Kunstmilieu selbst begegnen ihm Anne, Julia und Antonie, drei sehr eigenwillige Frauen, mit denen bald ein verwirrendes Beziehungsspiel beginnt. Im Hintergrund des Geschehens agiert der Händler Panduli, der Veldo für seine zwielichtigen Kunstgeschäfte zu nutzen sucht. Veldo macht sich in seinem Auftrag mit Julia auf die Suche nach dem verlorenen Bild. Auf der Reise intensiviert sich das kunstvolle Spiel ihrer Verbindung. Doch bald zerstören Pandulis dunkle Geschäfte die Idylle. Julia verlässt ihn und Veldo lebt kurz mit Anne und dann mit Antonie zusammen. Eine unbestimmte Drohung lastet über den Beziehungen, vor der Veldo nach Ägypten flieht. Vergeblich, denn während einer Schiffsfahrt auf dem Nil treten ihm erneut Anne, Antonie und Julia entgegen und Veldo verliert sich mit ihnen in einer surrealen, Angst erfüllten Traumwelt, aus der er nur mit Mühen entkommt. Schließlich kehrt er mit Anne nach Deutschland zurück, aber ihre Beziehung scheitert erneut. Monate vergehen, die er mit der Verarbeitung und der Niederschrift seiner seltsamen Erlebnisse verbringt. Und eines Tages macht Veldo eine eigenartige Entdeckung.

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