Ernst Wetzel

Konfirmation von G...

Lange haben Papa und Mama darum gerungen,
damit aus Zweien wurde ein familiär größerer Kreis.
Nach mancher Enttäuschung verrieten hoffnungsvoll ihre Zungen,
Sie erwarteten (endlich) einen Jungen – so ihr Geheiß.

Du erblicktest als G… R… am ………. das Licht dieser Welt,
zu beginnen, sie zu erobern und zu begreifen mit eigenem Instinkt.
Tante P… und M… wurden Dir zur Seite gestellt,
als Taufpaten Dich unterstützend, damit dies auch gelingt.

Wie schwer das anfängliche junge Leben Dir so mitspielte
zeigte sich, wenn das Schmusetuch bekam wieder mal Beine,
und keiner wie Du sich vehement daran hielte,
nicht ohne es einschlafen zu können – so ganz alleine ...

Als inzwischen 14jähriger Junge fällt Dir nun das Zu-Bett-Gehen zunehmend schwer.
Weil, wenn die Verwandtschaft „tagt“ in nächtlicher Runde bei mundenden Wein,
man sich auf Weisung ins Bad begeben soll, denn man gehöre nicht (mehr) hierher.
aber ohne wichtige Informationen einschlafen zu müssen – das ist doch gemein … .

Das alles entspringt aber auch deinem ausgeprägten Familiensinn
und deinem Hang zu und Festhalten an Tradition(en).
Du fühlst dich wohl – wie ein Kapitän beim Dinner – im großen Kreis so mittendrin
und hälst nach, bis die Familien(nach-)Feier (im Sommer) erhält die Absolution.
Nun ist es für uns immer eine besondere Ehre,

Deine Gefühle mitgeteilt zu bekommen durch wertschätzende Anhänglichkeit.
Bald werden aber die Schmetterlinge fliegen und es wird kribbeln in des Bauches Leere,
die dich dann lassen treiben und sehnen nach anderer geliebter Zweisamkeit … .

Besinnung auf den heutigen Tag

Dass Du in eine Dich stets behütende Familie bist hineingeboren,
bedeutet großes Glück und sollte Dich wägen in Dankbarkeit.
Der Konfirmandenunterricht hat Dir gezeigt, viele Kinder sind verloren,
weil sie ohne Familie groß werden (müssen) - in Armut und Einsamkeit.

Du warst bereit, über diese menschlichen Ungerechtigkeiten nachzudenken,
die Du schon im Familienkreis oder bei (Schul-)Freunden erfährst vor Ort.
Ein Christ will seinen Blick auch von sich auf das Leben Anderer lenken
und als Kirchenmitglied Stütze der Gemeinde sein als ausgleichender Hort.

Christ zu sein ist aber auch ein ganz individuelles Bekunden,
anzuerkennen, dass das Leben liegt nicht gänzlich in eigener Macht.
So erlebt auch ein Kapitän auf seiner Schiffsreise (des Lebens) unwägbare Stunden,
ist dankbar, dass eine ihn führende Hand immer wieder auf sicheren Kurs gebracht.
So hat mein Glaube und so manche stillen befreienden Gebete - unumwunden,
auch mein und unser Leben ganz sicher glücklicher gemacht.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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