Bernhard Pappe

Alles nur Rock ‘n Roll

Der Wind ist windig.

Das Kind ist kindisch.

Alles und jedermann kann und will Rock ‘n Roll.

Rollen lassen, einfach rollen lassen…

 

Steine des Anstoßes auf die Straße gerollt,

eingewickelt in volle Absicht.

Braucht man sie?

Sind sie nicht oft nur Denkmäler eines vermeintlich guten Geschmacks?

Sind sie nicht oft nur Hindernisse, die verdecken, was es nicht zu sehen gilt?

Sind sie nicht nur Grabsteine vermeintlicher Wahrheiten, die Informationen herauseitern?

Wer braucht sie schon.

Ein lauter Aufschrei tut’s auch.

Das ist Rock ‘n Roll.

 

Ein Vergleich hinkt vorüber und wird erfasst von der Dynamik.

Verletzt, aber nicht tot, so das Fazit einer Wiederauferstehung.

Verletzt er doch selbst im Spiel des Rock ‘n Roll mit des Wortes Klinge zur Genüge.

Vorurteile und Irrglaube konnten noch ausweichen.

Es erwischt immer die Falschen, die die Richtigen seien mögen.

Auch das ist Rock ‘n Roll.

 

Es ist fünf vor Zwölf oder zwölf vor Fünf.

Worin liegt der Unterschied?

In der Zeit!

In der Zeit?

Gott bewahre…

Nein, man bewahre Gott vor ihm, dem Zeit-Äther,

der uns scheinbar umgibt, durch den wir vermeintlich gleiten.

Sie tickt doch!

Ticken? So agieren nur Bomben, die strukturiert hochgehen wollen.

Ein Countdown zählt sich rückwärts und übergibt beim Stande Null ins Nichts.

Das Nichts gekonnt durchfahren und erfühlt im eigenen Universum.

Auch das ist Rock ‘n Roll.

 

Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins…

Ist es meins oder deins?

Das Portfeuille, das Leben, die Zeit oder doch das Mädel?

Amüsiert man sich…königlich.

Es amüsiert sich der Mob und der König schaut zu.

Warum wohl?

Auch das ist Rock ‘n Roll.

 

Der Geisterfahrer rast geistesabwesend durch die Nacht.

Völlig entgeistert muss er feststellen, dass der Tod keine Fiktion ist.

Er winkt den Geisterfahrer begeistert zu sich herüber.

Der Tod steht diesem gut, zweifellos.

Ein wilder Horror reitet durch die Nacht.

Der Geisterfahrer rollte nicht allein auf dieser Straße.

Ist auch das Rock ’n Roll? Ich denke schon.

 

Es ist an der Zeit.

Schon wieder dieses Klischee.

Man schaue nur auf die Zeilen oben und mal nicht in den Himmel.

War es Zeit für so einen Song?

Quatsch. Es ist doch nur ein Gedicht, was irgendetwas beschreibt.

Auch das ist Rock ’n Roll.

 

Die Unschärfe kommt wieder hoch.

Ist es die altersbedingte Weit-Kurz-Sichtigkeit oder ist es mehr?

Da rauscht was, dann muss es das Meer sein.

Wieder Quatsch. Tief drinnen in der Materie rauscht es auch.

Hatten Heisenberg & Co. einen intus, als sie sich all das ausgedacht haben?

Davon bin ich felsenfest überzeugt.

Wir haben alle Jenen intus, der das versteht – dieses Gedicht eingeschlossen.

Lassen wir ihn frei, er ist ein sanftes Tier.

Er liebt den Rock ’n Roll.

 

Da eilt noch schnell eine Allegorie über den Weg.

Sie wurde, Gott sei Dank, nicht überrollt.

 

© BPa / 07-2020

Was klingt besser als die Rolling Stones: I know it's only rock 'n' roll but I like it, like it, yes, I do. Und sie
rollen immer noch…
Bernhard Pappe, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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