Hanns Seydel

DIE EDELFRAU (2019)


In Erinnerungen schwelgend,
von der Edelfrau nur schwärmend
und von ihr auch träumend,
war der Ritter nur noch sinnend.
Freude feiner Frauenfunken,
weiblich Schönheit spricht für sich.
Diese Schönheit macht ihn trunken,
schimmert in seim eignen Ich.

Ihr wunderbare Lieblichkeit,
geprägt sie war von Herzlichkeit.
Und ihre ganze Freundlichkeit
war fern von jeder Einsamkeit.
So herrlich wie die Mütter,
so herrlich warn die Töchter.
Und alle ihre Ritter,
sie wurden immer netter.

Die Edelfrau, allein in ihrem Zimmer,
ihr ward klar, allein sein wollt sie nimmer.
Und für immer wollt sie seien fröhlich
und für immer wollt sie seien glücklich !
Durch dauerhaft Gebet auf Gebet,
Herrgott hat erbarmend erhört
ihr verinnerlichtes Bitten
um einen ritterlichen Mannen.

Es war auf einem fürstlichen Gelage,
in ihrem ganzen Leb ein schöner Tage,
als der Ritter kam und stellt die Frage,
ob er ihr Minne geben darf auf Jahre.
"Ja, dies wär ein herrlich Lage,
dann wär vermieden meine Klage !"
Ihr Minn ward hehr wie eine Sage
und der Ritter konnt ihr nichts versage.

Sie war zwar sehr verführisch,
doch wahrhaft und nicht trügerisch.
Sie war immer Freude suchend,
sie war immer Trauer meidend.
Und wenn er hört den Klang ihr` Worte,
dann hallt der mehr als der der Töne.
Für den Ritter war sie prächtig,
nach ihrem Liebreiz war er süchtig.

Von der Gnade ausgegangen
und zu ihr zurückgekehrt,
hat der Ritter Neues angefangen
und sich ihr dann offenbart :
"Ich nehm am Kreuzzug teil,
ins Heilge Land muss ich eil`.
So bleib Du im Haus allein,
die Freud, sie ist ja immer Dein !!"



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 03.10.2019

( Werk 049 )


























































 

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