August Sonnenfisch
Das EGO und die CHARITEN
Das EGO und die CHARITEN
Die CHARITEN: Töchter
der Meeresgöttin Eurynome und
des Zeus vom Olymp.
Als GRAZIEN
verehrt von von Römern:
Sie beseligen den Erdkreis
und die Götter
mit ihrer Anmut,
mit ihrer
Schönheit
und ihren Festen!
*
Unser taffes und tüchtiges
EGO jedoch
gebärdet sich als ein Macher
rund um die Uhr –
und als ein Vasall
des Mammon:
dieses dämonischen Ungeistes
der Macht und der Gier!
Auf dem Kutschbock
unseres Erdengefährts
plustert dieses EGO sich auf zum
Pars-Pro-Toto-Gesellen:
inszeniert es sich
doch, als wär es
der Reisende höchstselbst:
Es paukt und puscht uns selbst
wie unsere Nächsten
auf Linie
und auf Trab …
… mit Lob und Lorbeer, Tadel
und Tabu, mit
Beichtstuhl und Diktum
für Seele und Sinn,
mit Medienpranger
und Podest, mit
Verdienstkreuz und Verlies.
Gleich einem Napoleon
en miniature
malträtiert und
missioniert dieser Gesell
einen Jeden in Kirche,
Kommune
und Kaffeehaus - wie im
trauten Zuhause.
Und von unseren Kanzeln
und Kathedern
herab, weiß
jedwedes EGO es besser als
Gott und
die Welt.
*
Die CHARITEN jedoch
beseligen
den Erdkreis und die Götter
mit ihrer Anmut,
mit ihrer
Schönheit
und ihren Festen!
Aglaia, die Strahlende
unter den Dreien,
Euphrosyne, die
Frohgemute,
Thalaia, die blühende Blüte!
*
So lasse dich denn
inspirieren
und beflügeln, o Mensch,
durch die
CHARITEN in uns
und um uns -
wie die CHARITEN in den
Sphären
der Götter.
(c) August Sonnenfisch, September 2012-2020
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.07.2020.
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