Hanns Seydel

DER TANTALIDENFLUCH (2020)


Tränenreich und kummervoll
warn die Götter voller Groll.
Des Tantalosens Freveln
die Götter tief erregten.
Agamemnon, Klytaimnestra,
Menelaos und die Helena
den Zorn der Götter auf sich zogen,
nichts blieb Göttern je verborgen.

Die Tantaliden wurden streng bestraft,
die Götter zeigten Rächers Kraft.
Zeus war außer sich vor Wut,
ihn trieb des Hasses Flut.
Verbittert war der Götter ganz` Gefühl
und Zeus gab herb den krass` Befehl :
"Des Tantalosens ganz` Geschlecht,
es gehe ihm für immer schlecht !"

So war dann allen Tantaliden
schweres Unheil nur beschieden.
Herzlos gärte dort das Böse
und es kam ein grausam` Töte`.
Klytaimnestra tötet Agamemnon,
des Unheils Kette hatt` begonn`:
Klytaimnestra wurd` getöt`
vom eignen Sohn Orest.

Ein` giftge Natter war es,
die zu Tode biss Orestes.
Verbannt, es ward Thyestes
und tränenreich die Aug` Niobes.
Trübe träge Trauerklänge
tönten von der Göttin Hera.
Sie sang sehr herb` Gesänge,
Zeusens Freud war nicht mehr da.

Kraniche in höchsten Höhen gellten,
Habichte, sie tatens ihnen gleich.
Hunde in den tiefsten Tiefen bellten,
die Götter wurden kreidebleich.
Alle Götter warn extrem verbittert,
jede Göttin war total erschüttert.
Schrecklich war der Götter Fluch,
der Tantaliden Glück, es ging zu Bruch.



( E N D E )
Hanns SEYDEL,   24.01.2020 - 27.01.2020

Werk 077

( 073 - 076 wurden früher bereits gepostet, jedoch ohne Angabe der Werknummer )

































































 

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