Hanns Seydel

DAS TOSEN DES TORNADOS (2020)


Undurchsichtig sind die Schwaden,
die des Nebels Wesen sind.
Der Wolken düstre Scharen,
sie thronen über`m Wind.
Regen, Regen, Winde, Winde,
Tosen, Tosen, Stürme, Stürme,
die Natur ist außer sich,
sie kennet nicht ein helles Lich`.

Wütend, zürnend kommt der Sturm,
der des Unheils Seele ist.
Heulend, hämmernd hallts im Turm
und jede Hoffnung, sie erstickt.
Finstere Gewitterwolken
brechen herb sich Bahn.
Alle ganz massiven Brocken,
sie sind in Unheils Bann.

Verängstigt sind die Kinder,
sie ahnen ein Gewitter.
Aufgewühlt sind die Gemüter,
die Tempratur wird immer kühler.
Adler, Falke, Rabe, Habicht,
angstverzerrt ist ihr Gesicht.
Der Vögel herrlich` Zwitschern,
es weicht ei`m schaurig` Wimmern.

Die Sonne hat sich ernst verzogen,
der Nature Freuden sind verflogen.
Der Gewächse sonstges Blühen
wird welk, wenn Winde wüten.
Der Horizont ist nur noch fahl,
er wirkt wie schwerer schwarzer Stahl.
Des Windes grausge Wucht,
sie zeigt Natures herbste Sucht.

Des Tornados wildes Tosen,
es ist ein grauenhaftes Toben.
Des Mülles Tonnen zittern,
alles ist nur Tod am Wittern.
Der Sträucher Stämme biegen sich,
der Bäume Zweige werd` geknickt.
Der Gräser Halme sehn kein Lich`,
Tier und Menschen sind bedrückt.

Der Straße Steine sind stabil,
doch Laternen sind labil.
Alles Instabile ist am Wanken,
alle Schilder sind am Wackeln.
Unversöhnlich hämmert die Gewalt
des Windes, wenn er tost.
Doch zeigt der STURM sein` schlimmst` Gestalt,
die Natur, sie tobt und tobt.

Wind und Regen sind `ne Mischung,
die Schlimmes führt im Schild.
Der Nature größt` Verirrung,
sie zeigt sich in ei`m schrecklich` Bild.
Drastisch, drastisch mit Gewalt
kommt Unheil in der schlimmst` Gestalt.
Bohrend ist des Unheils Macht,
wenn sie hemmungslos hernieder kracht.

Die Natur, sie kann sich wild gebärden
und durch stärkste Stürme viel verderben.
Die ganz massiven Winde,
zuerst, sie sind ganz milde.
Das meist` so prächtge Firmament
kann sein im krassest` Element.
Gefährlich wird die ganz` Natur,
wenn sie zeigt ein Grauen pur.

Und mehr und mehr ohn` Warnung
verlieret alles seine Farbgebung.
Die Natur, sie zeigt ihr schlimmst` Gesicht,
schön` Helligkeit, sie gibt`s dann nicht.
Schreiend kommt der Schrecken wild
und malt ein grausam grelles Bild.
Und Menschens ärgste Ängste
brodeln wie ein schlimm` Gedränge.

Wuchtig donnernd lärmt es laut,
entfernt von dem, was sonst erfreut.
Bewirkend stärkst` Zerstörung,
Tornado kennet nicht Verdrängung.
Krassest nur noch megadröhnend,
bärenhaft nur ultragröhlend,
ohne Stillstand brandend wütend,
gebärdet er sich ungezügelt.

Versengend ist des Sturmes Stärke,
doch prallet ab an jedem Berge.
Jede drastische Extremnatur
Schlimmes kennet sie stets bitterst nur.
Von den Dächern stürzen Ziegeln,
ihr Mat`rial aus festen Steinen,
auseinander berst` in Windeseilen,
Sträucher, sie sich greulich biegen.

Im Extremquadrat vervierfacht,
alle Riesentore sind vertieft
in schwerem Rahmen wie ein Schacht
und wackeln wild, wie wär dort Gift.
Die Fenster werden schwer beschädigt,
vom Tornado bös erledigt.
Jedes Fahrzeug ist in groß` Gefahr,
demoliert zu werd` für immerdar.

Der Straß`verkehr, er kommt zum Stillstand
nach ei`m Riesenchaos ohnegleichen.
Extremes Wüten herrscht im Land
und wird lange nicht mehr weichen.
Der Straßen stark` Latern`
gerüttelt werd` im Kern.
Feuerwehren sind im Einsatz,
ein Schlachtfeld ist der schönste Platz.

Jedes Fahrzeug ist bedroht,
im stärksten Sturm bleibt nichts verschont.
In der Straßen dicht` Verkehr,
gähnend` Leer` kommt mehr und mehr.
Des Starkstroms Leitung ist stabil,
doch der Sturm zerstöret stark` Profil.
Die Schilder auf der Straße Ränder,
sie wackeln wie ein schwach` Geländer.

Der derbe Dunst drängt dauernd düster
durch die Keller aller Häuser.
Der Kamin` vorherge Flammen,
verlöschend sie in Asch` verkommen.
Der Rauch von jedem Schornstein
erstickt und schrumpft in sich hinein.
Der Bäche Wasser heben sich hinauf
und nehm` am Ufer ihren Lauf.

Verschüttet sieht man schräge Gräben,
zerrüttet sind der Gittern Stäben.
Zerschmettert sind all` hölzern Scheunen,
verheddert biegen sich der Sträucher Zweigen.
Der Erde massigst größter Baum,
der Eiche allerhöchster Saum,
wankt in Tornados Toben kaum,
doch für uferlos` Gewalten ist dort Raum.

Der Sturm ist stark am Übertreiben
und kann lange so verbleiben.
Der Büsche schwache Ästchen,
zerstört sieht man sie niederbrechen.
Grausam heimgesucht sind alle Wälder
und ebenso die ganzen Felder.
Alle Kieselstein`, die auf den Wegen sind,
hochgewirbelt werd` durch Sturmes Wind.

Der Mensch, erstarrt sieht Sturmes Toben,
die krass` Extremnatur ist nicht zu loben.
Wenn Schauriges kommt schlimm von oben,
dann hat Natures Kraft sich herb erhoben.
Und nach der krass` Zermalmung,
es keimt der Leute Ahnung :
Vorbei ist Heulen des Tornado,
alles werdet wieder froh.

Nun komme, was da kommen mag,
selbst schicksalhaft der schwerste Schlag.
Auch wenn pfeilgeschwind in hohem Bogen
kommen allerschlimmste Sorgen.
Die Natur bleibt ewig Sieger
und dieses immer wieder.
Und nach jedem krassen Wetter,
die Natur wird wieder besser !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 19.01.2020 - 29.01.2020

( Werk 079 )














































































































































 

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