Hanns Seydel

DER HUNNENKAMPF: DIE SCHLACHT AUF DEN KATALAUNISCHEN FELDERN


Zu Theoderich, dem Ersten,
der Westgoten weiser König,
kam einer der übelst Ärgsten
und erklärt ihm drohend Krieg.
Schon die Ankunft, sie war grußlos,
Willkommensein war nicht vorhand`.
Theoderichens Angst war groß,
vorbei war welscher Tand.

Lakonisch war sein` Antwort :
"Schaff Dich von hier fort !"
Nicht mehr legen konnte sich sein` Wut,
der Gegner war für ihn ein` böse Brut.
Ehrlos und charakterlos
war Attilas Gehässigkeit ganz groß.
Und keine gute Regung
war in der Begegnung.

Und für diese arg` Substanz
gabs bitter kein` Ersatz.
Die Gutheit war auf weit` Distanz,
das Böse war die krass` Instanz.
Düster brütend in Theoderichens Rat,
Feldherr Ajetius riet zur Abwehrtat.
Mit Feldherr Thorismund im Einklang
werde alles gehen guten Gang.

Wortlos sehend diese Szene
und hörend Rates Töne,
zog Theoderich daraus den Schluss,
was unbedingt geschehen muss.
Und als er Rates Meinung dann erfuhr,
strenger führte er sein` Spur.
Attilasens aggressives Ankomm`
Theoderichen macht beklomm.

Düster wurden Theods Blick,
denn Bitterböses ahnte er.
Schlimm warn Attilasens Schritte,
als er furchteinflößend kam daher.
Wer zählt die Tage, zählt die Wochen,
in denen jeder war betroffen
und immer war am Hoffen,
Attila werd` niemehr kommen ?

Verrucht ist arge Seel`,
die nur herrschen will ganz schnell.
Schlimm ist solch` Charakter,
der schrecklich tobt in jedem Alter.
Unverhohlen, unverfroren
eignen Willen hammerhart nur durchsetzend,
war Attilasens Hass herb ausgegoren,
der im Keim war nur verletzend.

Volkverhöhnend, volkverhetzend
war Attila sich selbst verzehrend.
Bitter bebend war der Brand,
der dann ging durchs ganze Land.
Dort war ärgste Übelkeit
und Brechreiz war nicht weit.
Und finster wurde dann geboren
Attilasens Kampfsucht, nur verdorben.

Urgewalten wirken wuchtig,
wenn Substanzen werden wichtig.
Wille wird schnell durchgesetzt,
Wünsche, sie sind unbegrenzt.
Des Hunnenstammes Attila
als krasser Krieger er war da.
Zwar, er hatte große Stärke,
doch bitterböse auch viel Härte.

Und schwer, es wurden seine Schritte,
es wurden feindlich seine Blicke.
Und in dem finsteren Gebaren
Hoffnungslichte dort nicht waren.
Immer düstrer wuchs die Szenerie,
Hasses Kräfte wirkten wie noch nie.
Denn in der Feinde bittrem Geisten
die Mordgedanken grausam kreisten.

Des Westroms groß` Ajetius
im Militär, er war ein Genius.
Auf ihn verlassen konnte sich Theoderich,
ein Feldherr lässt den Andren nicht im Stich.
Und wo Hass und Kampfgier nur noch sind,
jede Hoffnung auf den Fried` verglimmt.
Da trübte sich des Theods Blick,
der ins Auge sah dem schlimmst` Geschick.

Zermürbt und ausgebrannt vor Sehnsucht,
das war der Wallung herbe Frucht.
Hoffnung hatte einst gedämmert,
doch Krieges Ernst hat dann gehämmert.
Und Theoderich, er rief den Thorismund,
sein` Feldherrn, der war stark in jeder Stund`.
Der schwang die Todeskeul` so brachial,
dass schrill stets klang des Unheils Strahl.

Es kam dann derb die Horde,
dann kamen krass die Morde.
Es wurde schlimm verachtet,
es wurde herb geschlachtet.
Des Westroms riesges Reich,
dem kein Andres kamet gleich,
mit Theoderichen war verbündet,
die Abwehrkraft, sie war gebündelt.

Dort wurden fürchterlichste Lanzen
hineingetrieb` in Gegners Herz.
Und Keiner konnte sich verschanzen,
grauenhaft war Unterlegnen Schmerz.
Im bitterbös` Vernichtungsbrande
verlief das Gute nur im Sande.
Und Alle wurden krass gewahr,
wessen Kind die Rache war.

Rücksichtslos und hemmungslos
war das Wüten heftigst groß.
Erbarmungslos ward eingedroschen
bis des Gegners Leben war erloschen.
Der Mordtrieb wildest wirkte
und den Rachestrahl verstärkte.
Totaler Hass wirkt ultramächtig
und macht die Gnade nichtig.

Wenn wildest wuchtge Waffen
und greulich grellst` Gedanken
vernichten jed` Erbarmen,
dann kommt die Zeit der Argen.
Die Blutäxt` wurden ausgefahrn
und hammerhart mit Kraft geschwung`.
Das Töten war dort schlimmstens dran,
es bracht` des Mordens berstend` Klang.

Absolute Hassesmächte
zeigten Kriegern krasse Kräfte.
Grausam trat im Kampf zu Tage
die Gewalt von schlimmstem Schlage.
Valamir war Attilas Gefährte,
der neben Kampf nicht sah der Welten Werte.
Er kannte nur der Kriege Wallung,
sein Feldherrntum bestand aus Spannung.

Starkes Zittern macht die Runde
in der Kämpfer letzter Stunde.
Immer größer ward die Wunde,
Tod bringt immer krasse Kunde.
Düster brüllend, finster johlend,
hammerhart sie warn nur brodelnd.
Und durch Herzens heulend Hitze
die Schlacht bekam die harsche Hetze.

Der Mordtrieb wildest wirkte
und den Rachestrahl verstärkte.
Totaler Hass wirkt ultramächtig
und macht die Gnade nichtig.
Und in dem schlimmen Schlachtgewimmel
ganz gefährlich grau ward weiter Himmel.
Es kam schrill schroff ohn` Schonung
des Donners derbe Drohung.

Nebulös und schemenhaft das Panorama,
war trotzdem krasses Kämpfen da.
Und der Fäuste krasse Kräfte,
sie zeigten Körpers pralle Mächte.
Entkräftet, ermattet, ermüdet
war Thorismunde fast zermürbet.
Doch sein` unvergleichlich` Willenskraft
zeigte seiner Seele siegend` Saft.

Und wie mit Geisterhand,
ohn` der Ängste Regung,
durch Thorismundes Kämpferbrand
die Hunnen wurd` bezwung`.
Und finster und bedrohlich,
des Mordschwerts schlimmster Stich
führt zum Ende des Theoderich,
der in der schrecklich` Schlacht verblich.

Ostgot` Andages, er warf den Speer,
durch den Theoderich verblutend starb.
Doch der Ostgot` starkes Heer
wie das der Hunnen unterlag.
Theoderich verlor im Kampf sein Leben,
Thorismund war innerlich am Brennen.
Westgoten und all` Weströmer,
durch den Sieg, ihr Ruhm wurd` größer.

Nach Theods Tod warn trübe Stunden,
schöne Wonne, sie, die fehlte.
Alles sollte werden überwunden,
die Hoffnung war`s, die zählte.
Aasgeier flogen in der Höh`
in der Winde heftigst Böh`.
Der Geiern geiferndes Gekrächze,
es war ein widerlichst` Getöne.

Das Schlachtfeld voller Leichen,
kam der Aasgeiern schlimme Stunden.
Nichts mit dem war zu vergleichen,
Helles war drastisch dort verschwunden.
Der Sonne gleißend starke Strahlen,
am Brennen grell sie waren.
Es ward gebracht des Theods Sarge
hin zum ausgehobnen Grabe.

Verschwiegen wird der Mensche,
wenn den Toten er gedenke,
doch denkt an deren Lehre,
dass GOTT bewegt die Seele.
Die Szene wurde wieder rein,
dem Guten soll die Zukunft sein !
Der Sieger rief zum Herrgott Schwüre,
denn ER, ER sieht des Menschens Würde.

Des Kampfes dunkle Schicksalswolken,
weit weg, sie sind verhallt verzogen.
Sie entfernen sich in hohem Bogen,
es kam des Menschens wichtges Wollen.
Durch gegenseitgem bittrem Neid,
Gegner sind zu Argem krass bereit.
Doch nach Hass und Rache,
das GUTE hält dann Wache !



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 26.01.2020 - 01.02.2020

Werk 081

(080 wurde früher bereits gepostet, jedoch ohne Angabe der Werknummer)







































































































































































Und in dem schlimmen Schlachtgewimmel
ganz gefährlich grau ward weiter Himmel.
Es kam schroff schrill ohn` jede Schonung
des Donners derbe Drohung.



















































































































































































 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.07.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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