Hanns Seydel

Höllenhund KERBEROS (2020)


Am Tor, das niemals war erhellt
vor tiefer, weiter Unterwelt,
da harrte er, da jaulte er,
ein Hunde wie kein anderer.
Fern Olympens Höhen
bewachte er das Tor, das führte
auf den Weg, der endete
bei Hades langen Tiefen.

Das Tor, der Riesenhund hat herb geöffnet,
die Toten dann hinein gebracht,
zum dunklen Totenreich geführet
und hat sein Werk damit vollbracht.
Hinter ihm war voll des Hasses
der dauernd finstre Hades.
Des Hundes Köpfe waren dreie
und furchteinflößend sein Blicke.

Schlangenhaare wehten auf sei`m Kopf
und bildeten ein` grausen Zopf.
Metallisch hart war sein Gebell,
sein Atmen brachte Tod schlimm schnell.
Seine Schwester war die Hydra,
die Dämonin jeder Grube.
Niemals sah sie klar,
bei ihr war alles düstre Truhe.

Sein Bruder war der Orthros,
ein Hunde furchtbar groß.
Er hatt` der Köpfe zweie
und der Zähne greulich keine.
Todesangst macht` sich dort breit,
Todesfolgen warn nicht weit.
Und Kerberos, der Hunde Herbster
sah blutlos aus wie selbst ein Toter.

Des Todes Kralle dort nur wütet,
Hoffnung war dort nicht in Sicht.
Dort war nichts mehr wohlbehütet,
dort leuchtet nicht des Lebens Licht.
Und wenn die Griechen an ihn dachten,
Angst, er konnt` verursachen.
Sein` schauerliche Ausstrahlung
hat verhindert jed` Verehrung.



( E N D E )
Hanns SEYDEL, 03.02.2020

Werk 084

(083 wurde früher bereits gepostet, jedoch ohne Angabe der Werknummer.)





































































 

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