Hanns Seydel

DIE DIOSKUREN


Der Stolz der strengen Griechen,
das warn die Dioskuren.
Man nannte sie auch Tyndariden
in des Kultes Sitz, in Lakonien.
Bei Griechen Kastor und Polydeukes,
bei Römern Castor und Pollux genannt,
waren sie die Söhne Zeusens
und Griechen wie Römer warn gebannt.

Ihr` prächtge Mutter war die Leda,
ihr` Schwester die schöne Helena.
In Therapne, bei Sparta nah gelegen,
sie wurden einst geboren.
Zum Goldnen Vlies, da fuhrn die Argonauten hin,
das Vlies zu holen war ihr Sinn.
Die Dioskuren warn dabei
und alle wollt` ein gut` Gedeih`.

Des Herakles beschwerlich` Weg
zu Amazonens schwerem Krieg,
er wurde damals mitgegangen
von Zeusens großen Söhnen.
Der Dioskuren drastisch` End`,
es begann mit Kastors Tod.
Idas, sein Cousin, er war bereit,
ihn zu töten krass im Streit.

Und Pollux, tief ergriffen,
er trauert um das Bruderherzen.
Vater Zeusen bat er bleich
um Eingang in das Totenreich.
Und Göttervater Zeus war überwältigt
von des Pollux tiefer Traurigkeit.
Nach langem Überlegen,
Zeus ließ Pollux wählen :

Pollux bleibe dauernd jung,
wohnend im Olymp mit Schwung,
oder wandre schwerest plump
vom Hades zum Olymp.
Im Olymp sei Pollux bei den Göttern,
im Hades bei dem Castor.
Und Pollux ohne Zögern
zu Castor ging hinunter.

Trostlos wie der Wüste Wildnis
wurde Polluxens Gemüt.
Durch seine Seele ging ein Riss,
viel zu tief war er betrübt.
So war Pollux dann am Pendeln,
sah Olympens Höhen, Hades` Tiefen.
Den Bruder konnt` er ernst begleiten,
der Götter Runde hat ihn tief ergriffen.

Der Kult um Kastor und Polydeukes,
er war sehr weit verbreitet.
Auf ganzer Peloponnes,
sie wurden hoch verehret.
Auf Samothrake, hehr gelegen
vor den Dardanellen,
so wurde einst berichtet,
ein Denkmal für beide ward errichtet !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 06.02.2020

( Werk 089 )




































































































 

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