Wilhelm Westerkamp

Das Ende naht, durch Corona?

Doch niemand wird es genau
wissen, außer vielleicht,
dieser heimtückische Virus:
Aber wer von uns, kann es
dazu schon befragen?
Und so wird es auch kein
Publikum und auch keine
Zeugen geben, die es vielleicht
bezeugen würden.

Und so naht das Ende,
und ich schließe bereits die
Augen.
Und auf dem Rücken liegend,
schnappe ich panisch nach Luft.
So wie ein Fisch, der zappelnd
in der Hand eines Anglers,
verzweifelt um Sauerstoff ringt.

Und so habe ich nur den einen
Gedanken:
Denn es könnte doch sein, das
der tückische Virus, sich auch
bei mir bereits eingenistet hat?
Besorgt atme ich nun ganz tief
durch meinen Lungen; doch
reicht der Sauerstoff nicht mehr
so lange, wie ich ihn eigentlich
sonst, zur Verfügung habe.
Deswegen befürchte ich als Nächtes
zu ersticken, denn das Virus - das ist
medizinisch bewiesen - setzt sich
primär, vor allem in die beiden
Lungenflügel und wird von dem
Erreger, damit sehr rasch schon,
lebensgefährlich infiziert.

Ja, das Ende naht und es ist
schon näher, als ich bereits dachte.
Und dem Ende nah, starre ich nun
angewidert, auf den kitschigen
Teppichboden, auf dem ich eben
noch lag.
Aber sehr rasch schon, verliere ich
das Bewusstsein, durch diesen
übermächtigen Gegner, der sich
schlicht und ergreifend, Coronavirus
nennt.
Denn Corona breitet sich auf der
ganzen Welt, wie ein Lauffeuer aus;
und niemand wird wohl bestreiten,
das von dem Virus, schon seit
geraumer Zeit, eine große Gefahr
zu lokalisieren ist.

 

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