Horst Werner Bracker

Konzert in fremde Gärten

Konzert in fremde Gärten
 
Ballade
 
Die Sommernacht so warm und schön
Zu schade um nach Hause zugehen, -
Mit träumenden Gedanken, mancherlei
Vorbei an schönen Häusern an Lindenalleen
ging ich an wunderschönen Villen vorbei, -
Nur bei einer blieb ich überrascht stehen.
Virtuose Klaviermusik klang aus einem Raum.
So perfekt das ich, ehrfurchtsvoll erstaune.
 
Die Pforte zum Garten war nicht verschlossen.
Ich setzte mich auf einer Bank, habe genossen.
Ein virtuoses Klavierkonzert der besonderen Art.
Aus weit geöffnetem Fenster drang an mein Ohr.
Herrliche Musik in einer Tonart, - wie ich sie mag!
Mir warst, ich wäre als persönlich geladen, vor. –
Lauschte im euphorischen Genus, kaum zu glauben.
Das dargebotene Konzert mit geschlossenen Augen.
 
Im schweigenden Lauschen fielen mir die Lieder zu.
Müd‘ versank ich in einer Melodienreichen ruh‘ –
Erwachte durch die Berührung eines großen Rüden
Ein mächtiger Neufundländer von edlem Wuchs
Ein profundes Tier mit edlen Charakterzügen
Mit einer Körpergröße, nahe dem Hünenwuchs
Als großer Hundefreund umarmte ich das schöne Tier.
Da trat ein junges Mädchen aus der großen Terrassentür.
 
In der Rechten, hielt sie einen langen, weißen Blindenstock.
Gekleidet mit einer blauen Bluse und einen weißen Rock,
Ihr Haar fiel in gefälligen Locken auf die Schultern herab.
Ohne Zweifel, dieses wunderschöne Mädchen war blind.
Dabei war sie so schön, wie ein Mädchen von einem Titelblatt.
Und bestimmt, ein hochbegabtes Musikalisches, wundes Kind!
Pardon, ihr herrliches Spiel, konnte ich nicht widerstehen.
Es war so lyrisch perfekt, konnte nicht einfach vorübergehen.
 
Ich bedanke mich bei ihnen und werde den Garten verlassen!
Nein! Nein, bleiben sie, ich möchte sie nicht einfach gehen lassen.
Bleiben sie, sie sind mein unbekannter Gast, der mir wohlgesinnt.
Und meine Musik, meine Art zu spielen, meine Leidenschaft teilt.
Möchte sie kennenlernen, möchte alles über sie wissen, wer sie sind.
Ihr Denken, ihr Empfinden, der Mensch, der sie sind, deren Kurzweil!
Sie stieg die die vier Stufen herab, schritt zur weißen Bank, hin.
Schaute mir ins Gesicht, als könnte sie mich sehen, wäre nicht blind.
 
 
Mir ist unwohl, wie sollte ich mich einer Blinden gegenüber verhalten?
Einer Blinden? Ein Mensch, - es gab kein Grund zu einem, »Verhalten!«
Ich sehe mit meinen Händen, darf ich sie berühren?« Ganz sachte!«
Sie dürfen mich berühren aber schauen sie mich mit Wohlwollen an,
So, - als wollte eine Frau, einen Mann in Liebe betrachten, - ich »lachte!«
»Auch sie lachte! Ich werde ihre Wünsche erfüllen, so gut ich kann!«
Sie stellte den Stock zur Seite, legte ihre Hände auf meinen Kopf –
Zärtlich fuhren ihre Hände über mein Gesicht, - und mein Herz klopfte
 
 
Harmonie, Ausgeglichenheit, Stille, Empathie und Klugheit dominieren.
Dazu die schönen Künste, »ein Poet gar?«, ein Gedicht für mich, rezitieren?
Ich schreibe selbst Verse in allen Variationen, die ich zum Teil vertone –
Wenige genügen meinen kritischen Ansprüchen, Landen in einer Ablage.
Seit ich meine WG verlassen habe und wieder bei meinen Eltern wohne.
Bin ich sprachlich ein wenig vereinsamt ich habe niemand, den ich befrage
Der sagen kann, ob das, was ich schreibe gut oder mittelmäßig ist –
Dabei bin ich sehr selbst kritisch und weiß meistens, ist's gut oder Mist.
( 12.08.2020) E. Store
 
BS: Bis zum Morgengrauen, diskutierten wir über das Leben und dessen Sinn!
 

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