Horst Fleitmann

Die Frau in der Neuzeit

Was heute man bei Paaren dreist
als neuzeitliche Ehe preist,
hat seinen Ursprung, lang ist‘s her,
im Mittelalter ungefähr.

Schon damals hat die Frau (wie heut)
die Wahl (oft Ritter) kaum bereut.
Und schenkt man Glauben den Geschichten,
die uns die Vorderen berichten,

versagte bei den Damen nie
die Anmut und die Hysterie.
Sie sind die edelsten Geschöpfe,
mit mit - wie auch mit ohne Zöpfe.

Sind Frauen klug und zudem heiter...,
was will denn da ein Mann noch weiter?
Sie zaubern aus der dicksten Luft
verführerischen Frühlingsduft.

Glaubt nicht, wenn's Gegenteil man hört !
Was ist dabei denn so verkehrt,
wenn statt zu schimpfen, wüst und scharf,
sie lieb diktiert, was man so darf ?

Der Mann kann sich doch nur bedanken
(sonst tät' die Zweisamkeit wohl kranken).
Seit damals - bis zur Gegenwart
ist das der Damen Eigenart.

Nun wird man mir entgegenhalten,
nicht alle Frau‘n wär‘n Lichtgestalten.
So mache hätt‘ schon in der Nacht
den Heimkehrer zur Schneck‘ gemacht.

Die Frauen sind kein Zeitvertreib !
Oh nein, sie sind auch Eheweib.
Wird dieser Umstand stets bedacht,
versüßt man sich so manche Nacht.

Wer’s nicht bedenkt schaut diesbezüglich,
bei seiner Heimkehr sehr betrüblich,
weil sie, die Frau, dann ihrerseits
sehr sparsam wird mit Lieb und Reiz.

Denkt, Männer,  stets ein wenig weiter,
beglückt die Frauen, macht sie heiter,
seid herzlich, fröhlich, ritterlich ...
und ja, vergesst die Blumen nich(t).

© Horst Fleitmann, 2020

 

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