Olaf Lüken

Buisdorfer Schützenfest

Sie kommen mit Auto oder Omnibus.
Am Stand fällt gleich der erste Schuss.
So läuft das Schützenfest - Jahr für Jahr.
Du glaubst es nicht, doch es ist wahr.
Ein Schütze wird jährlich ausgeguckt.
Einer mit Geld, dem der Finger juckt.
Der Aspirant schießt den Aar herunter.
Das Schützenvolk trägt seinen König fort.
Fröhlich ergreift Georg das große Wort.
Im Dorf schwingt sich auf ein Glöcklein.
Ein Monarch braucht eine Königin.
Es gibt zu trinken, bis nass ist das Kinn.
Die Band macht Musik für's Völklein.
Der Hofstaat wird eigens ausgewählt,
die Damen piekfein herausgeschält.
Man hofiert, trägt feinstes Geschmeide.
Die Orden prangen, veredeln die Brust,
die Schützen strahlen. Welch eine Lust.
Viel Glanz und auch 'ne Augenweide.
Jetzt stellt sich ein der Hoffotograf.
Majestäten und Tross stellen sich brav,
zum Foto für die Vereinsgeschichte.
Das Schützenvolk durchtanzt die Nacht,
vorbei die Sorgen, man trinkt und lacht.
Im Klub herrschen Lärm und Dichte.
Die Medien machen 'ne Story draus.
Die Fahne flattert vorm Königshaus.
Auf dem Vorplatz dreht sich sehr schnell,
für Pänz und Jecke ein Kinderkarussell.
Am Montag erscheint die Prominenz,
erweist dem Hofstaat seine Referenz,
isst und trinkt Leck'res, Kölsch und Set.
Wichtig ist, dass es den Gästen schmeckt.
Schon bald ist die Zeit des Königs aus,
Georg Kunter wankt langsam nach Haus,
wie die geladenen Festtagsleute.
Als Schütze kehrt er in den Klub zurück,
wird wieder normal, Stück für Stück.
Der Schütze seine Zeit nicht bereute.

(c) Olaf Lüken (27.08.2020)

 

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