Brigitte Waldner

Der traurige Sinn des Lebens


Der Sinn des Lebens besteht ausschließlich darin,
für andere Lebewesen zur Nahrung zu dienen.
Zwar wird das Fleisch des Menschen nicht gegessen,
wohl aber werden seine Organe transplantiert,
vor allem seine Kraft und sein Geld erbeutet.

Ein Geben und Nehmen besteht darin,
dass einer immer mehr geben muss,
als was einer als Gegenwert erhält,
wovon sich andere ihr Leben und das ihrer Familie finanzieren.
Auch dass man von Artgenossen ins Gesicht belogen wird

und hinterrücks betrogen und bestohlen,
ist zwar ein Delikt, aber durchaus gesellschaftsfähig.
Diejenigen, die für Sicherheit sorgen sollten,
ernährt man, indem sie pro Anzeige einen Bonus erhalten.
Gegen Opfer vorzugehen, fällt leichter als gegen Täter.

Auch denen, die für Recht und Ordnung sorgen sollten,
dient ein Opfer zum Lebensunterhalt,
da es für das Anwalten der Rechte mehr bezahlen muss,
als es Geld hat und ohne Gewähr, Recht zu erhalten.
Das Schwächere wird vom Stärkeren zugrunde gerichtet.

Wer glaubt, dass dem nicht so ist,
der kann oder will oder darf die Realität nicht sehen,
gehört zu den Stärkeren, die zugrunde richten,
oder ist einfach zu jung und zu unerfahren
und vielleicht nicht schlau genug, zu durchschauen.

© Brigitte Waldner
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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