Andreas Vierk

Auf eine Prosa von Patrick Rabe



Hunger ist wie Regenflut
in eisenbittrem Haar.
Lieder sind auf Lippenglut
dunkelrot vom Venenblut,
septemberspät im Jahr.

Hunger ist im Krankheitskeim,
Schrauben in den Schläfen.
Schlinge, süß vom Vogelleim.
Abschiedsstunde birgt den Reim
in altersbraunen Häfen.

Hunger hat sich eingeschworen,
lässt die Nerven zittern,
brütet Fieber in den Poren,
taumelt in sich selbst verloren,
lässt den Hauch verwittern.

Wob ich Lieder in die Trauer,
ozeanisch weit,
wusch sie schon der Regenschauer,
spülte in die Backsteinmauer
meine Lebenszeit.

Träumt ich an der stillen Lände
einen fernen Ort:
Sonnenweiße, warme Strände,
weich wie deinen schmalen Hände,
triebs mich schaukelnd fort…

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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