Thomas S. Lutter

Epilog



Wir haben es uns schön gemacht und breit den Arsch platziert
das Wesentliche weggequatscht und totanalysiert

Wir suchten nach dem G-Punkt und es war uns einerlei
Was offenkundig wichtiger, vergaßen wir dabei

Wir sehnten uns nach Liebe und verlernten sie sogleich
platonisch zwischen Niemandsland und dessen Totenreich

Wir wandten uns vom Glauben ab und trieben uns'ren Spott
solang', bis er verschwunden war und damit auch sein Gott

Wir haben uns'ren Stolz kastriert, damit kein Fortbestand
und keiner fruchtbar übrig bleibt vom bösen Vaterland

Wir sägen an dem eig'nen Ast mit manisch-toller Wut
und glauben, wenn wir unten sind, wird alles wieder gut

Wir sind der feige Nimmersatt der aufgeklärten Welt
Wir fressen, was uns vorgesetzt, obwohl wir's nicht bestellt

Wir wähnen uns in Sicherheit und sehen dabei zu
wie man sie uns herausseziert; in aller Seelenruh'

Wir stellen keine Frage mehr, weil sie nicht konveniert
die Antwort und die Konsequenz, die daraus resultiert

Wir waren uns genüge, bis wir von uns selbst genug
und werfen uns zur Übung schon mal hinter'n letzten Zug

Wir legen uns zum Sterben hin, obwohl wir noch vital
weil man es uns verordnet hat. Das ist ja der Skandal!!

© Thomas S. Lutter

 

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