Hanns Seydel

DIE EXPLOSION


Auf dem Bürgersteige sich befindend,
vernimmt man neben ihm stark störend
unter der Straße ein Zittern und ein Beben,
das immer stärker sich wird erheben.
Und lauter und lauter hört mans bollern
und lauter und lauter hört mans donnern.
Und krasser und krasser sieht mans kommen,
grausam, wie wenn platzen Tonnen.

Ein` veraltet` Gasleitung ist elend explodiert,
der Asphalt hat sich grauenhaftest aufgetan.
Das Innere des Straßenbodens ist demoliert,
doch nicht zerstört, was einstens gut begann.
Und in den volkbelebten Nachbarstraßen,
da ström` zusamm` der Neugier Massen.
Ins Gewühle sie sich strömend stürzen,
nur rastlos hineilen, sie maßlos müssen.

Ausnahmslos in grellen Farben
malt das Unheil seinen Horror.
Alles ist der reinste Terror,
all` hab` Angst, es käm` das Sterben.
Rasant verbreitet sich Entsetzen,
das Unheil drohet, zu verletzen.
Und Jeder ist ganz tief am Hoffen,
die Feuerwehr ist baldigst eingetroffen.

Ungerheuerliche Feuermassen
erobern wildest auch Terrassen.
Das glutge Feuer wütet wie Wahn
in der Flammen hemmungslos` Bahn.
Grausig wie des schlimmen Sturms Getose
ist das Strudeln unter der Erde Bode`.
Und alles, was fliehen kann, flieht nach Hause,
zu entrinnen dem tötend` Gebrause.

Und nichts mehr ruhet dann wie früher,
Flammenbäche noch und nöcher
wallen und wachsen immer höher
und vergrößern sich zum Flammenmeer.
Und angefeuert wie von höhrer Macht,
kommt bei Tage wie bei Nacht
die helfend` Feuerwehre angefahrn
und macht ihr` Arbeit trotz Gefahrn.

Sicher säubernd, selten selbstlos
ist der Rettungskräfte Hilfe groß.
Sonst sind sie sehr sauer seltsam,
doch ihr` Arbeitskraft ist immer einsam.
Sie besiegen des Unheils Quelle,
und das in unvorstellbar` Schnelle.
Entkrampfung, Entspannung, Entwarnung
krönen stark die groß` Erwartung !

( E N D E )
Hanns SEYDEL, 29.03.2020

Werk 143
( 142 wurde früher bereits gepostet, jedoch ohne Angabe der Werknummer. )

 

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