Gabriele A.

vorm Spiegel des Lebens...

 

Ablehnend
stehst Du davor
starrst
auf den verhangenen
Spiegel deines Lebens 
die rauhe Realität
hat dich eingeholt
und dein rosaroter Luftballon
der Illusion zerplatzt

Du scheust den Blick
Zu schmerzhaft
all die verdrängten Erinnerungen
die dir das Leben aufzeigt
was die Zeit 
dir herzlos genommen hat

Vergangenes Glück
Leidenschaft
die noch immer glüht
unter der Haut
doch niemand 
wärmt sich an ihr

Mit den Jahren schwindet
all die 
Leichtigkeit deines Seins
und deine Schönheit
ward erbarmungslos
zerfressen
von der Zeit
mit der Du
nicht Schritt halten kannst

Abelehnend 
stehst Du davor
starrst 
auf den verhangenen Spiegel
und wirfst einen
traurigen letzten Blick 
aus dem verstaubten Raum
deiner verflossenen Jahre
in den Garten
deiner Seele
wo eine einst blühende Oase
verwelkt
vor Dir liegt

Wie dein Leben....
welches einem tristen
Novembertag gleicht...

(c) Nordwind

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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