Günter Weschke

Und wenn der letzte Adler sich erhebt

Und wenn der letzte Adler sich erhebt


Das Auge des Jägers blickt in die Ferne,
er schaut stets nach vorn, niemals zurück,
des Nachts verschläft er immer die Sterne,
am Tag winkt ihm des Jägers Glück.

Die Zeit der Rosen, findet bald ein Ende,
die Zeit der Küsse endet nie,
drum lass den Jäger noch einmal Fliegen,
in's Land der Rosen-Symphonie.

Das zarte Blau, der Himmelsfarben,
das feine Gold, vom Sonnenlicht,
das Leben zeigt so manche Narben,
die Rose weint, wenn man das Herz ihr bricht.

Nun lass den Adler noch einmal fliegen,
zeig ihm sein Königreich, sein Königshaus,
solang die Sonne scheint, wird er stets Siegen,
doch einmal kommt der Tag, "Die Jagd ist aus".

Die welke Rose, neigt ihr zartes Köpfchen,
ihr fehlt die Kraft, sie kann nicht mehr steh'n,
sie legt sich auf die Erde, ihr fehlt das letzte Tröpfchen,
sie haucht: "Ich sterbe, doch es war wunderschön!

Und, wenn der letzte Adler sich erhebt,
er mit der letzten Rose, in den Himmel schwebt.

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