Brigitte Waldner

Spekulationen


Beim Räuber wird gebohrt, gemeißelt und geschlagen.
Ein Firmenwagen steht vor Ort und Handwerker tragen
verpacktes Großes und Schweres um sein Haus herum.
Wer weiß, was er vorhat, seine Pläne sind immer krumm.

Kriegt er eine neue Türe, vielleicht für sein Kellerloch.
Sind Beutestücke größer, als die Breite der Tür noch?
Verlegt er seine Hintertür, dass niemand etwas sieht,
was aus und eingeht und vor allem, was geschieht?

Im Hinterkeller lagert seit Jahr und Tag die Beute.
Womit finanziert er Türe und Handwerker heute?
Wie immer mit dem Geld, das er von mir einst stahl.
Er hat davon genug, sein Bauch ist schon ganz prall.

Was wird er bei mir holen, was er dort zwischenlagert?
Er braucht doch bald nichts mehr, wenn er ins Jenseits staggert!
Die Frau ist tonnenschwer, barrierefrei braucht sie,
für Rollstuhl und dergleichen, ich freu mich, aber wie!

Was macht der Räuberssohn, wenn Hotel Mama schwächelt?
Sein Beutegeld reicht Jahre, dass er dazu nur lächelt.
Der Räuber stieg auch neulich über mein Gezäun .
Wer wird das nächste Opfer vom Räubernachbarn sein?

Was wird er bei mir holen? Was wäre noch zu haben?
Das tut mir jetzt ja schon richtig weh im Magen.
Womöglich sind jetzt andere zu Plünderungen reif.
Sie ahnen es noch nicht. - C'est la vie, that’s life.

© Brigitte Waldner

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Brigitte Waldner).
Der Beitrag wurde von Brigitte Waldner auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Gedichte der Liebe. Drum laß mich weinen von Barbara Priolo



Von Liebe und Verletzlichkeit sprechen die Gedichte Barbara Priolos in immer neuen,überraschenden Variationen. Sie benennen die Süße erwachender Zuneigung, die Inbrunst fraulichen Verlangens nach Zärtlichkeit, und sie wissen zugleich von herber Enttäuschung, von Trennung und Leid des Abgewiesenwerdens. Deswegen aufhören zu lieben wäre wie aufhören zu leben. ** Das Schönste ist,was man liebt **, bekennt die griechische Lyrikerin Sappho auf Lesbos. Diese Einsicht-aus beselingender und schmerzlicher Erfahrung wachsend-ist Ausgangspunkt der sapphischen Dichtungen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Offene Fragen" (Gedichte)

Weitere Beiträge von Brigitte Waldner

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Zukunftsprognose von Brigitte Waldner (Nachdenkliches)
En vogue - Tattoos von Rainer Tiemann (Offene Fragen)
Z u s p r u c h von Gerhild Decker (Lebensermunterung)