Horst Werner Bracker

Die blaue Bank am Weg zum Moor - Lost Time -

Die blaue Bank am Weg zum Moor - Lost time* -
Ode
- In Memorien -
Komm Anna, - lass uns wie in jungen Tagen
Noch einmal durch die Felder gehen
Auch mit achtzig, hab ich noch so viele Fragen
Und kann so manches nicht verstehen

Weiß du noch, - aus fernen Jugendtagen?
Diskutierend sind wir durch die Felder gezogen
Wir hatten an das Leben so viele Fragen
Fühlten uns um unsere Jugend betrogen

Am Heidebrunnen haben wir so oft gesessen
Und sahn die Sonne im Westen untergehen
Im Eifer haben wir die Zeit vergessen -
Beim Versuch, die Welt zu verstehen

Mit fünfzehn hielt ich schüchtern Deine Hand
Am Moor Bach gaben wir uns den ersten Kuss
Der Mond, der hell am Himmel stand
Hat von unserer Liebe nur gewusst

Auf der blauen Bank, am Weg zum Moor
Hat uns der Mond oft sitzen gesehen
Das Lied der Nachtigall noch im Ohr
Sahen wir im Osten, die Sonne aufgehen

Nun sind wir alt und im Leben gereift
Das bunte Jugendkleid ist längst abgelegt
In Bart und Haar, liegt lange schon der Reif
Die Jugendzeit, - wie vom Sturm hinweg gefegt

Die blaue Bank ist längst zu Staub zerfallen
Der Brunnen, - ist in die eigne Tiefe gestürzt
Und während, tausendmal die Nebel wallen
Hat sich unsere Lebenszeit, - zum Rest verkürzt

Ich weiß Anna, - all das ist lange her
Doch mir ist’s, als sei es gestern gewesen
Manchmal fällt mir das Älterwerden so schwer
Dann beginn ich im Buch der Erinnerung zu, lesen
(18.09.2020 E Storie) * verlorene Zeit

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Stream of thoughts: Stories and Memories – for contemplating and for pensive moments (english) von Heinz Werner



Do we know what home is, what does this term mean for modern nomads and cosmopolitans? Where and what exactly is home?
Haven't we all overlooked or misinterpreted signs before? Are we able to let ourselves go during hectic times, do we interpret faces correctly? Presumably, even today we still smile about certain encounters during our travels, somewhere in the world, or we are still dealing with them. Not only is travveling educating, but each travel also shapes our character, opens up our view for other people, cultures and their very unique challenges.
Streams of thoughts describes those very moments - sometimes longer, sometimes only for a short time - that are forcing us to think and letting us backpedal. It is about contemplative moments and situations that we all know.

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