Jürgen Wagner

Wildgänse

 

Von Gänsen hielt man lang nicht viel,

sie galten nur als Federvieh,

das sich im Gänsemarsch bewegt

und schnatterte von früh bis spät

 

‚Die dumme Gans‘, sprach man verächtlich

Solch Überheblichkeit ist schrecklich

Der Weihnachtsbraten, der war fett

und schön lag man im Federbett!

 

Doch Gänse sind soziale Wesen,

sind mitteilsam immer gewesen

Ein jeder weiß, wer wen wie mag

und Streit gibt es fast jeden Tag

 

Beziehungen sind oftmals mühsam

Doch ist man dann auch nicht mehr einsam

Gemeinschaft ist ein Lebenssinn

Kommunikation ein Zugewinn!

 

So kommt man weit, erreicht man viel

gelangt selbst an das fernste Ziel

Im hohen Zug sieht man sie droben

Die Formation, die muss man loben!

 

Die Gans, so feinfühlig, so wach

sie hält fast jeden Eindringling in Schach

Sie ist die beste Wächterin

und wehrbereite Hüterin

 

Ihr Biss tut weh, ihr Fauchen schreckt

Dies Tier ist ganz schön aufgeweckt

Es warnt vor jeglicher Gefahr

Das wurde schon den Römern klar

 

Ein reines Tier, so ruhig im Wasser,

hat wenig Feinde, keine Hasser

Ein stolzes Tier, das reckt den Hals

und plustert sich zur Zeit der Balz

 

Die Gänse sind die Überflieger,

schau’n auf die höchsten Berge nieder

Dem Schrei der Freiheit in den Wolken,

dem Ruf der Sehnsucht mag man folgen

 

S. https://youtu.be/6k0oRD9cIRk

Bild: helmut stirnweis pixabay

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