Anne Degen

Septembermorgen

Noch steht wie eine dicke Wand
der Nebel zwischen mir
und den Sonnenstrahlen,
die später erst zur Erde fallen,

die Welt tauchen werden
in ihr goldenes Licht. -
Soweit ist es jetzt noch nicht.

Das Gras ist nass.
Die Köpfe der Dahlien
und Sonnenblumen
hängen schwer.
Graue Stille um mich her.

Ruhig ist die Welt,
als atmete sie kaum.
Magisch ist die Zeit
zwischen Tag und Traum.

Es ist die Spanne
zwischen Traum und Tag,
die ich ganz besonders mag...

Noch ist er jung,
der neue Tag,
der noch nicht
recht glänzen mag,
weil die Kraft der Sonne fehlt,
die den Morgen erst erhellt.

Dann ist er da,
der Augenblick,
wo der Nebelschleier reißt
und den Blick zum Himmel weist.

Kostbar ist dieser Augenblick.
Ich empfinde pures Glück.
Es ist, als würden
warme Herbstfarben
ineinander fließen.
Ein Moment,
nur zum Genießen...

Er ist viel zu schnell vorbei
und der Alltag beginnt neu...


 
Anne Degen

 

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