Anne van Heel

Ewigkeit

Ewig wollt ich sein. Nicht, sagten sie.
Glaubte nicht. Wollte ewig sein. Ewigkeit was heißt das schon?
So dachte und sprach ich. So lachte ich. Und als sie riefen kehr um da,
da tat ich es nicht.
Ewig wollt ich sein. Ging hinaus in die Welt. Zauber über Zauber sich zeigt.
Magie, ja Magie ist das Leben und ewig soll es sein!
So dachte ich und sprach ich. So lernte ich. Und als sie riefen geh heim da,
da lachte ich und drehte mich um.
Ewig wollt ich sein. Lernte alles was es gibt. Allwissend.
Ich vergab und vergaß, ich liebte und hasste. Ich war.
Ich war ein Narr.
Eines Tages wachte ich auf. Ewig.
Ein Geschenk der Götter, dachte ich.
Ewigkeit immer da und niemals allein.
Allein ich war. Starben. Kamen und gingen.
Freunde und Familie. Ein Wimpernschlag.
Nicht da. Nicht mehr.
Ewig, wenn ich nur nicht ewig wär.
Endlos Leid und Trauer.
Neues Leben und Liebe, irendwann bedeutungslos.
Kein Ende oder Anfang, nur Ewigkeit.
Ein Narr! Oh, welch Narr!
Wer wünscht sich schon die Ewigkeit?
Leben und Tod sind bedeutungslos im Angesicht der zeit.
Zusammenhanglos.
Ewigkeit, Fluch, oh welch Fluch du bist für mich.
Ich wünschte es gäb dich nicht.
Götter, oh hier Götter. Grausame Lehrer.
Ich vergeb euch. Ich, ich allein wollt ewig sein.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.09.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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