Hanns Seydel

GRIECHENLANDS THEMISTOKLES


Der Sohn des reichen Neokles,
das war der klug` Themistokles.
Der alten Griechen Staatsgenie,
es ging vor Niemand in die Knie.
Zuerst, er wurde Feldherr,
befehligend ein großes Heer.
Sich selber sorgend sicher seiend,
war er bedrängtes Athen befreiend.

Nach sei`m ersten Feldherrnsieg,
er nahm sein` Aufgab` als Staatsmann wahr.
Um gewappnet zu sein für `nen Seekrieg,
er ließ vergrößern der Schiffe Schar.
Niemals eingeschüchtert geht der Staatsmann
selbstbewußt nur seinen Weg.
Die Macht zieht ihn stets in ihren Bann,
für seinen Willen ist sein Werk Beleg.

Zur Abwendung von Gefahren immer bereit,
wuchs er bei Problemen über sich hinaus.
Und als Ergebnis kam die Lösung heraus,
dies zeigte Größentum in Krisenzeit.
Diese ausgeprägte Willenskraft,
riesig triebhaft auf Erfolg fixiert,
entsteht durch der Seele stärksten Saft
und wertvoll, Neues wird markiert.

Piräus, im großen Attika gelegen,
nennt `nen großen Haf` sein eigen.
Themistokles ließ ihn erweitern,
um die Seemacht Athenens zu vergrößern.
Zu ihm verlegte er die Flotte,
denn die Perser nahten hochgefährlich.
Deren Schiffe war `ne schlimme Rotte,
doch Themistokles war meisterlich.

So kam dann die Entscheidungsschlacht
bei Salamis, einer Insel vor Athen.
Themistokles hat demonstriert ein` Macht,
wie sie die Perser noch nie hab` gesehn.
Die Schiffe der Gegner,
einander rammten sich.
Doch die Griechen waren besser
und versetzten Stich auf Stich.

Nützend aus des Gegners Schwäche,
genialer Themistokles zeigt Stärke.
Der Griechen Schiffe waren stärker,
der Perser Schiffe waren schlechter.
Und wie des Donners Urgewalt,
es kam krassest kalt der Perser Hass.
Die kämpften in schauderlichst` Gestalt
in einer grausam schlimmen Klass`.

Trotz massiv wallender Flut,
die Griechen hatt` unendlich Mut,
erhöht durch ihre riesge Wut
und es floss enorm viel Blut.
Themistokles, er sich brennend frug,
ob er den ersehnten Siege in sich trug.
Doch er war stark und überragend klug,
die Erkenntnis stets in seinem Kopfe flug.

In dem derb` Vernichtungswahnsinn,
beide Seiten waren ohne Furcht.
Der Siegeswille war in Allen drin,
er war des Kämpferherzens Frucht.
Trotz Überzahl der persischen Schiff`,
die Griechen kamen näher dem Sieg.
Für die Perser gabs kein rettend` Kliff,
sie verloren jämmerlich den Krieg.

Xerxes, der Perser ängstlich` König,
war atemlos erstarrt vor Schrecken.
Erschöpft, zur Ausdauer nicht mehr fähig,
fuhr er mit restlicher Flott` zu Asiens Ecken.
In Trümmern schwamm` der Perser meiste Schiffe,
sie warn durch und durch krass voller Risse.
Gespenstisch` Ruhe war am Ende,
wie erstorben lag das Schwarze Meere.

Diese Schlacht sucht ihresgleichen
in der Antike riesgen Weiten.
Als größte Seeschlacht dortiger Geschichte
zeigte sie der Gegnern herbe Mächte.
Doch daheim, im immer arg` Athen,
Themistokles, er musst` bald gehn.
Falsche Vorwürf`, gegriffen aus dem Nicht`,
bewirkten ein undankbares Scherb`gericht.

Seiner Reformen hat der Athener Rat
nicht mehr gedacht, wahrlich in der Tat.
Da schärfte sich sein scharfer Blick,
unerschrocken sah er sein Geschick.
Und dachte dann an Perikles und Sokrates,
die bewegt hatt` für Athen so manches.
Denn was der menschlich` Geist je hat erschaff`,
auf Erden wird es nie erschlaff`.

Eine Konsolidierung des Friedens
mit den Persern hatte er erreicht.
Doch der Athener Rat sah nicht des Segens,
Themistokles sollt` sein entfernt.
Da rief ihn der Perser krasser Könige,
er sollte geg` Athene führen Kriege.
Doch er wollt` nicht, dass Athene werd` vernichtet,
der große Grieche hat sich dann vergiftet.



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 10.04.2020 - 14.04.2020

( Werk 160 )

 

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