Horst Werner Bracker

Ein Tag am Meer

 

Ein Tag am Meer
 
Ballade
 
 
Mein Gott, - welch ein schöner Morgen!
Die Sonne liebkost den frühen Tag.
Ihr Licht hält die Sternenwelt verborgen
Sie funkeln wieder, in der kommenden Nacht.
 
Wie ist mein Sinn so froh gestimmt,
Mein Auge blickt so hell und klar.
Die heiße Stirne kühlt der Wind,
Der neue Tag, - wird wunderbar!
 
Frohgemut geh' ich manche Stunde,
Am endlosen Meeresstrand dahin.
Kein Wort, - aus eines Menschen Munde!
Nur Stille, Wasser, Wellen und Wind!
 
Mein Herz will die Welt umgreifen.
Die Gedanken fliegen übers weite Meer.
Hin, wo Menschen durch Haine schreiten.
Die Liebe wohnt, viel Schönes mehr.
 
Wo die Schönheit die Seele entzückt.
Das Herz in der Brust zu jubeln beginnt.
Das Leben sich wandelt, im einzigen Glück.
Aller Kummer und Leid, im Ozean rinnt.
 
Mein Phantom geht an meiner Seite.
Seine Fußspuren zieren den Strand!
Er steht mir mit Rat und Tat beiseite.
Hält auch tröstend meine Hand.
 
Jeder Mensch hat ein Phantom,
Doch nur der, - der an ihn glaubt!
Er ist das stille, diskrete Faktotum,
Dass die Wünsche der Menschen vertraut.
 
Ein mächtiger Baum, ohne Rinde, ohne Blatt,
Wo ist er geknospt, wo kommt er her?
Ein Sturm, ihn, auf den Strand geworfen, hat.
Sein Steuermann, das stürmische Meer.
 
Müde, vom langen, erschöpfenden Weg,
Der Baumstamm, ein vorzügliches Ruhebett!
Doch kaum habe ich mich niedergelegt,
Entführt, ein schöner Traum mich, hinweg.
 
Eine mächtige Woge rollte auf den Strand.
Reißt den Baum zurück, aufs offene Meer.
Das Phantom ergreift helfend meine Hand.
"Panik!", ich sah' den Strand nicht mehr!
 
Meeresnixen tauchten aus den Fluten.
Hüllen mich, in ihr goldenes Haar.
Gerne nehme ich ihre Attribute,
Sind sie auch noch so sonderbar.
 
Lange treibe ich im endlosen Ozean dahin.
Vorbei an Felsenküsten, Inseln ohne Zahl
Geschichten kommen mir in den Sinn.
Von Seeräubern, Moby Dick, den Wal.
 
Mädchen, jung und wunderbar!
Bekleidet, nur mit einem Röckchen um die Hüften.
Rote Blumen zieren ihr schwarzes Haar.
Eingehüllt von euphorisierenden Düften.
 
Abendkühle beendet abrupt mein Traum. Mich fror!
Dämmerung lag schon über Meer und Land.
Akkordeonmusik klang an mein Ohr.
Liebespaare promenieren, - Hand in Hand.
 
Der Tag am Meer neigte sich dem Ende!
Die Abendsonne erlosch im Meer.
Goldene Sterne funkeln zur Tageswende,
Millionenfach und Abermillionen mehr!
 
Ich mag mein Auge nicht wenden, - ein Traum!
Golden geht der Mond hinter den Dünen auf.
Sein Bildnis spiegelt sich im Meeressaum.
Die Sterne der Nacht, - begleiten seinen Lauf.
 
Welch eine wunderbare Sommernacht!
Ein lauer Wind weht von Süden her.
Als hätte alles Glück mich angelacht,
Ich bin glücklich, - wie lange nicht mehr!
 
Die Sterne ziehen still ihre ewigen Bahnen,
Der Vollmond strebt zum höchsten Punkt.
Das ewige Spiel, seit Milliarden von Jahren
Von erhabener Schönheit und göttlichen Prunk!
 
Der frühe Morgen findet mich wach,
Das Auge blickt verzaubert ins Morgenrot.
Ich habe die Nacht, am Strand verbracht,
Fremde Menschen, mir die Freundschaft anbot.
 
Ein Sommertag, mit Sonne, Meer und Wind
Dazu ein roter Mond, - ein endlos, golden Sternen Heer, -
In großer Demut: wie klein der Mensch doch ist!
Wie Sphärenmusik: Ewig rauscht das Meer!
27.09.2020    E Storie       *
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 

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