Hanns Seydel

DER TODESFALL (2020)


Wir hörten von ei`m Todesfall,
direkt in unsrer Näh`.
Es traf uns wie der Bombe Knall,
unser Innerstes, es tat uns weh.
Man versetze sich in dieses Elend,
das keinerlei Erbarmen kennt.

Schlaflos ist des Menschen Nacht,
wenn er sich viel` Sorgen macht.
Ein Verwandter ist gegangen,
das Herz, es ist befangen.
Eine Lücke hinterlässt sein Tod,
das Drama kennt kein Rettungsboot.

Und Zuversicht bringt Religion,
sie ist ein ganz, ganz großer Lohn.
Gottvertraun hat größten Wert,
und zwar überall auf ganzer Erd`.
Der Glaube ists, der hilft
für Den, der dies begreift.

Doch es ist ein unersetzlicher Verlust,
dass der Verwandte heimgehn musst`.
Seine Frau ist am Boden zerstört,
aber Gott die Gebete erhört.
Gefestigt im allertiefsten Glauben,
kann Einem die Hoffnung nichts rauben.

Der Mensch, er schwelget gern
in der allerschönst` Erinnerung.
Die ist am Leuchten wie ein Stern,
beim Todesfall, sie ist Erneuerung.
Denn wertvoll war des Toten Leben,
das Beste konnte er bewegen.

Der Nachwuchs, dessen Nachwuchs,
vom Todesfall, sie sind ergriffen.
Fast werden sie so bleich wie Wachs,
maßlos ist das Dorf betroffen.
Die Traurigkeit ist unerträglich,
doch Überwindung, sie ist möglich.

Grauenhaft ist jed` Beerdigung,
sie zeigt des Lebens ernst` Beendigung.
In der Leichenhall` herrscht herbe Stimmung,
das Schweigen hat dort drückende Bedeutung.
Die Seele ist erfüllt von Trauer,
doch die Hoffnung ist von Dauer !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 05.08.2020

( Werk 165 )

 

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