Andreas Vierk

Cellini: Perseus und Medusa

 

 

 

Blick ihr auf die gesenkten Lider,
die ihr ein Mörder schloss:
Dir fiebern Gifte durch die Glieder,
von Schierling und vom Gartenflieder,
die Wind in Venen goss.

So muss die Stadt versteinern und
lebendige Geschichte
vernäht sich ihren schmalen Mund,
tut nicht mehr ihren Schauer kund
und ihre Nachtgesichte.

Schau in den Blick der Historie,
so wie du fühlst nach innen:
Verschlüsselt dich Medusa wie,
als warst du nicht und bist du nie
und musst zu Stein gerinnen?

 

(Wer es nicht versteht, der google Cellinis Perseus-Statue in der Loggia dei Lanzi in Florenz. Benvenuto Cellini, 1500 bis 1571,war Künstler und Mörder)

 

 

 

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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