Patrick Rabe

Boy in the Bubble

Boy in the Bubble

 

Wir war‘n in der Tiefe der Erde,

bei der Schrecklichen war’n wir zu Haus,

wir blühten im Stirb und im Werde,

doch sie ließ uns niemals ganz hinaus.

Du warst der Boy in the Bubble,

eine Seifenblase dich trug,

wie die Taube den Ölzweig im Schnabel,

so brachtest du Liebe statt Trug.

Doch irgendwann gingst du von dannen,

verließest den Erdenschoß ganz,

du wolltest die Jungfrau bemannen,

im Walde beim rauschhaften Tanz.

Und wir fieberten mit im Geheimen,

und wir wiegten uns wohlig im Gras,

wir lauschten den perlenden Reimen,

die du dichtetest im Übermaß.

Und du warst uns ein Freund und kein Richter,

der das Röslein bricht, so wie ein Dieb,

ein liebender Mensch und ein Dichter,

ein Freund, wir gewannen dich lieb.

Und wir lassen dich gehen nach Oben,

du bestandest die Prüfung im Grab,

mein Freund, du, wir müssen dich loben,

du musst nie mehr wieder hinab.

 

 

© by Patrick Rabe, 2. Oktober 2020, Hamburg.

Zum Tag der deutschen Einheit ein Gedicht über das "kleine Volk", die Elfen, Feen und Zwerge. Das Gedicht ist locker an das Märchen vom Fingerhütchen angelehnt.

 

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