Jürgen Günther

Dein Essen hatte ein Gesicht

Hier kommt nur ein Gedicht, 
und das vergißt du nicht.
Bist du jetzt auch beim Essen, 
wirst du erst recht es nicht vergessen.

Der Tisch wie immer hübsch gedeckt. 
Du hoffst, dass es dir schmeckt. 
Gut sieht er aus dein Sonntagsbraten,
er ist wie immer gut geraten.   

Und während du dein Fleisch genießt, 
du plötzlich die Gesichter siehst. 
Wieso, weshalb, was ist passiert, 
warum wirst du so angestiert.

Die Welt, eben noch wunderbar, 
die macht dir plötzlich eiskalt klar, 
du dachtest grad noch an Genuß,
nicht dran was du jetzt sehen mußt. 

Es sieht dich an, Schwein,Lamm und Kuh.
Dir hilft nicht einfach Augen zu. 
Auch quälen dich jetzt Gans und Huhn.
Sie alle lassen dich nicht ruhn.

Darüber hast du ganz vergessen, 
du wolltest eigentlich nur essen.
Der Sonntagsbraten schmeckt nicht mehr, 
jetzt quälen neue Fragen sehr. 

Haben Tiere keine Rechte, 
nur weil man gierig essen möchte?

Jürgen Günther  14.10.2020


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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