Liselotte Brand-Cerny

Frau gesucht 15.10.2020

Ein Richter namens Philipp Rau,
der sucht schon lange eine Frau.
Sie muss was ganz Besonderes sein,
schön und schlank und nicht zu klein.

Er selbst macht eigentlich recht viel her,
und beruflich gesehen ist er wer.
Privat ist er allerdings etwas daneben,
hat komische Ansichten vom Eheleben.

Da er diese Frau nicht finden kann,
fragt er bei einer Vermittlung an.
Er geht also hin und erzählt, was er will,
und wie man sieht, ist es ziemlich viel.

Die Frau soll schön sein, wie gesagt,
soll nur reden, wenn man sie was fragt.
Belesen muss sie sein und gescheit,
das schmeichle seiner Eitelkeit.

Soll selber verdienen ihren Unterhalt,
denn er will nicht teilen sein Gehalt.
Sie muss sich auskennen mit den Gesetzen,
soll dann noch seine Putzfrau ersetzen.

Sie muss kochen können und servieren,
gleichzeitig aber auch repräsentieren,
wenn er Gäste hat zu Besuch.
Zudem soll sie kennen jedes Buch,

das mal in seinen Händen war,
sonst aber sei sie unsichtbar.
Und dann soll sie, so ganz daneben,
in einer eigenen Wohnung leben.

Der Berater hat sich alles notiert,
und ist danach ganz leicht irritiert.
So etwas hat er noch nie gehört,
darauf er bei allen Heiligen schwört.

Dann sagt er zum Richter, er soll es vergessen,
soll weiterhin zu Mama zum Essen,
soll auch die Putzfrau weiter bezahlen,
und von der Wunschfrau ein Bild sich malen.

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