Andreas Vierk

Marktbuden

 

 

 

Wer hält uns fest im Labyrinth,
verkauft uns bunte Brillen,
die nur für weiße Augen sind?,
verspricht uns Scharfblick, macht uns blind
und nimmt uns unsren Willen?

Wer, hinter uns in unsren Spuren,
hat uns je betrogen
mit seinen teuren Armbanduhren,
Gayboys, Amok, Straßenhuren
und den weißen Drogen?

Wer bietet uns Verzweiflung an,
als Ausweg aus der Not?
Er, dem man nicht vertrauen kann,
verspricht uns sicher irgendwann
einen milden Tod

und Tausend im Erlebensfall,
das Fahrrad eingeschlossen,
Glasbruch, Licht, Pistolenknall,
Ellenbogen, Überschall
und Parteigenossen.

Mittendrin ein kleines Kind
bietet Spiegelscherben,
hat die Hände voller Wind,
in den Haaren nistet Grind.
Es wird in dir sterben.

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Andreas Vierk:

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Septemberstrand: Gedichte Taschenbuch von Andreas Vierk



Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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