Andreas Vierk

Blauer Pfau

 

 

 

Ein blauer Pfau ist diese Welt,
zerpickt die frommen Herzen,
und alles, was die Seelen hält,
dass keine in den Abgrund fällt,
das ist dein Arm mit Kerzen.

Und draußen, wo der Tag verglimmt,
durch Slums und Hunger fegt,
durchschwimmt ein Stern den Abendzimt.
Der Sänger, der die Laute stimmt,
hat alles abgelegt.

Tiefschwarze Hirne blühn im Grund.
Und meine Sehnsucht, blond…
Sie macht mir deine Worte kund,
ist in der Nacht dein goldner Mund,
der mir dem Puls durchsonnt.

Der Pfauenschrei zerreißt den Garten
mit seinem grellen Licht,
schlägt ins Bewusstsein seine Scharten,
entflammt die Autobahnabfahrten,
durch die der Morgen bricht.

Dann sind die Straßenbahnen voll,
kein Abstand bannt die Leute.
Das Dur des Tags verhöhnt das Moll,
die Zahl regiert nach Zeit und Zoll
und peitscht mich hoch ins Heute.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Andreas Vierk schreibt seit seinem zehnten Lebensjahr Prosa und Lyrik. Er verfasste die meisten der Gedichte des „Septemberstrands“ in den Jahren 2013 und 2014.

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