Brigitte Waldner

Gestörte Nachtruhe

Montag, 26. Oktober,
gegen drei Uhr in der Nacht,
wo Jahrzehnte lang
immer der Plünderer kam,
Nachbars Räubersohn
mit seinem chronisch diebischen Vater,
und ins Haus eindrang,
hat der Hund gebellt.

Ich bin aufgewacht
und hab festgestellt,
Hund will nicht hinaus.
War da jemand an der Tür,
vielleicht an einem Fenster?
Wer will mitten in der Nacht,
noch dazu am Nationalfeiertag
Österreichs, zu mir auf Besuch?

Hund bellt nicht zum Spaß,
oh, da war doch was.
Später seh ich mir dann das Video an,
durch den Garten lief ein lichter Schein.
Den Räuber sieht man nicht.
Wer kann das gewesen sein?
Geist, mit Lampe an der Stirn,
bleib mir lieber fern!

Macht der Rudi schon auf Halloween
im Jogginganzug oder im Geistkostüm?
Es kommen doch nur immer er und sein Vater
mit und ohne Komplizen aus deren Familienclan,
samt einer Lampe und Einbruchswerkzeug,
wie gestohlene Schlüssel, Schraubenzieher, Hammer und Zange,
Pfefferspray, Revolver und Smartphone,
was so ein Profi zum Einbruch und zur Sachbeschädigung beraucht.

© Brigitte Waldner

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

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