Horst Fleitmann

Ab- und Zuschnitt des tapferen Schneiderleins

In ziemlich schwachem Zuschnitt waren
des Schneiders frisch genähte Waren.
Was er auch tat von früh bis spät:
Er zeigte es im Internet.

Drin teilte er der Nachwelt mit,
wie zu- und ab- und ver- er schnitt.
Der Stoff war dünn, die Übergänge
hingegen von enormer Länge.

Auch Doppelungen fanden statt,
die häufig hoppelig statt glatt.
Und hier und da kam es auch vor,
dass er den Faden ganz verlor.

So wirkt, was dann in Netz oft steht,
doch sehr verflixt und zugenäht!
Ihm ging es wie den allermeisten...
blieb er doch nur bei seinen Leisten.

Wie jener Schuster der gut lacht,
der das nur, was er kann, auch macht.
Wenn Ente sich wie'n Pfau aufbläht...
für die ist es wohl echt  zu spät.

© Horst Fleitmann  2020

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