Sonja Soller

Die Spinne

Fragt die Spinne sich am Morgen:
> Was fang ich mit dem Tag nur an?

Werd' wohl Futter mir besorgen. <
Tut das, was sie am besten kann
und fängt sogleich zu spinnen an.

Die Spinne hin und her sich schwingt,
von Ecke zu Ecke sie hinüberspringt,
der Faden muss fest gesponnen sein
fliegt Beute in das Netz hinein,
zum Rad spinnt sie ihr Futternetz,
sie eine Meisterin im Spinnen ist.

Acht Beine wurden ihr gegeben,
sich schnell und wendig zu bewegen.
Ein zartes Beben am Netz zeigt an,
gleich ist das Frühstück dran,
Frau Spinne auf der Lauer war,
die Beute reicht für's Mittag gar.

Eine Wespe sich im Netz verfangen,
ihr Ausflug scheint's ist schiefgegangen,
nein, sie kann sich nicht befrei'n,

sie sieht ihr Ende näher kommen,
ist vom dem Gezappel ganz benommen,
doch im Spinnennetz ist sie willkommen.

 

27.10.2020 © Soso

Habe die Spinne tatsächlich beobachten können,
kleine Spinne, fette Wespe. Der Gewinner war klar!!!

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.10.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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