Hartmut Wagner

Friedrich Merz, ein Aualänder Finsterwäldner

Er ist  der ideale Bürger
aus dem Aualand.
Das liegt fern aller Zivilisation
am Waldesrand.

Dort schwärmen Pfarrer, Lehrer,
Schützenbrüder sehr
von den Soldaten unserer
lieben Bundeswehr.

Da hinten hasst man
allen neurnodernen Kram,
besonders dann, wenn er von
auswärts kam.

Blut und  Boden,
Volk ohne Raum,
ein alter
Aaualänder Traum.

Dorfgemeinschaft und
Schützenfest,
so mieft
ein deutsches Familiennest.

Wir, tiefschwarz
gebräunte Christen,
hassen nichts mehr
als Terroristen.

Für sie,
die ihre Opfer töten und quälen ,
soll man
die Todesstrafe wählen.

Sträflingen
saftige Prügel verpassen,
das gefällt unseren
breiten Massen.

Endlösung,
gesundes Volksempfinden
säuseln sanft unsere
grünen Linden.

Herr Merz
füllt mein Herz
mit Schmerz.

Unsere Tageszeitung
lieben wir alle,
besonders im
ausländerfeindlichen Falle.

Zu glauben, Nazis gab und
gibt es nicht,
ist unsere
heiligste Bürgerpflicht.

Brauchtum,
Ehre, Vaterland,
sie umschlingt
ein braunes Band.

Pfarrer und Leiter
vom Heimatverband
halten es fest
mit kräftiger Hand.

Bade-, Haus- und
Bürgermeister
halten wir
für große Geister.

Atomkraftwerke
und  Truppenübungsanlagen
akzeptieren wir,
ohne nachzufragen.

Freie Autofahrt für alle
fordern hier freie Bürger
nach dem Schlucken
vieler Gläser Bier.

Schwule,
Penner, Asylanten
sind nicht
unsere Verwandten.

Endlösung,
gesundes Volksempfinden
säuseln sanft unsere
grünen Linden.

Herr Merz
füllt mein Herz
mit Schmerz.

Zigeuner, Neger,  Türken
und Polen
soll gefälligst
der Teufel holen.

Leistung
muss sich wieder lohnen,
drum weg mit
allen faulen Drohnen.

Dagegen schreibt unser
Leben lichter
Hans Bumski
der große Heimatdichter.

Ohne viel
hochstudierten Quark
macht er
den rechten Flügel stark.

Endlösung,
gesundes Volksempfinden
säuseln sanft unsere
grünen Linden.

Herr Merz
füllt mein Herz
mit Schmerz.

Er ist der ideale Bürger
aus dem Aualand.
Das liegt fern aller Zivilisation
am Waldesrand.





 
      




 

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