Hanns Seydel

DIE GERISSENHEIT UND IHR GEGENTEIL


Bohrend, bohrend wie Maschinen
fährt das Bös` auf seinen Schienen.
Hemmungslos, erbarmungslos
versetzt es Anderen den letzten Stoß.

Alle Schurken sind gerissen,
denn sie haben kein Gewissen.
Grausam ist ihr` Wesensart,
im Bösen kommen sie in Fahrt.

Übel, übel, übel
ist Betrug `ne arge Sache.
Unbarmherzig wie ein Säbel
ist Betrüger wie ein Drache.

Nur den eignen Vorteil suchend,
ist er Falsches stets versprechend.
Sein Sinnen ist gerissen,
sein Charakter ist zerissen.

Er schmuggelt sich durchs Leben,
der Falschheit gilt sein Streben.
Mitleid hat er nie gekannt,
hohe Werte sind bei ihm verbannt.

Und jeder bös` Betrüger
und jeder laue Lügner,
Schlimmes führen sie im Schilde,
nur vom Argen sind sie krass im Bilde.

Die Gerissenheit hat leider Zukunft,
sie ist und bleibt `ne schlechte Zunft.
Ihr Wesen ist der blanke Neid,
zum Ausnutz` ist sie nur bereit.

Übers Ohr gehauen werd` die Ehrlichen
von den durchtriebenen Gerissenen.
Der Durchtriebenen Gerissenheit
hat verdient nur Einsamkeit.

Doch die Gerissenheit ist machtlos
gegen ihr betontes Gegenteil.
Denn dort herrscht Gutheit riesengroß,
nur sie ist Menschens Heil.

Das Leb` kann viel verderben,
doch nicht den gut` Charakter.
Und wenn es geht ans Sterben,
dann wird das Gute niemals karger.

Jede Falschheit ist verflucht
und ihre Frucht, sie ist verrucht.
Die Wahrheit ists, die dauernd wirkt
und den stark` Charakter stärkt !



( E N D E )

Hanns SEYDEL, 28.10.2020

( Werk 176 )

 

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