Patrick Rabe

Glow in the night (deutsches Gedicht)

Glow in the night

 

(für Seeed, Peter Fox, State Cafe, und gechillte Sessions, in denen Bombenplatten entstehen, die Sommer `98, `99, 9 Euro 90, und Freundin bräunt sich, grüne Oasen, Parks, Bäume und Träume in Großstädten, dummes Gelaber, wenn Schlaumeier möllernder Weise den Mr. zum Melchior machen, die hiesigen Jet-Aral-und BP-Tankstellen, Leuchtreklamen für die Neverending Tour von Bob Dylan, Slime-Plakate an Wänden voller Nazisprüche, Augen, in denen Liebe funkelt, von schönen Mädels hochgerockte Kerzen und von rechts nach links laufende Katzen)

 

 

Brich dir heut Nacht das Brot, deine Welt wird vom Geld verwaltet,

feier auch in der Not, sieh das Licht, wenn der Kern sich spaltet,

sei bitte kein Idiot, mancher ist früh erkaltet,

komm auf das grüne Boot, grüne Ampeln sind gut verschaltet.

 

Nur noch konkret reden, gib mir ein Ja oder Nein,

ich will auch heim nach Eden, doch ich trink manchmal Wein,

dann treff ich nicht jeden Fredi, Sprache kann manchmal dunkel sein,

doch es ist kein Suff, es ist ein „Fühl mich klein.“

 

Mit Seeed, Rio und Ton Steine Scherben

möcht‘  ich den heiligen Garten erben,

mit diesen Verfeierten kann, will, werd ich nicht sterben,

weil sie mir Leben geben, werd ich ihr Ding bewerben.

 

Mit Rock’n Roll-Psalmen, da bin ich Christ,

ansonsten wohl eher mehr ein Bepist,

weil die Tanke – sag Danke! – auch Nachts noch geöffnet ist,

wenn’s mir beschissen ging, hab ich dort auch gepisst.

 

Ewig zu leben, das heißt ja wohl nicht immer,

es ist wie Licht in Sicht in einem dunklen Zimmer,

es ist die Welt gespeist von dem Erleuchtungsschimmer,

wenn gute Saat aufbricht, dreht Gott für uns am Dimmer.

 

Ich seh die dunkle Perle, der will ich mich vermählen,

was so im Dunkeln leuchtet, kann immer auf mich zählen,

Schreien und Weinen , nicht meinen; Leidende werd‘ ich wählen,

so schöne Lampenseelen dürfen im Reich nicht fehlen.

 

 

Patrick Rabe, 1. November 2020, Hamburg.

© by Patrick Rabe

 

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