Horst Werner Bracker

Meine Elternhaus möchte ich wiedersehen

 
Mein Elternhaus möchte ich wiedersehn.
 
Heimweh Ballade
 
Sehnsucht nach der Heimat bedrückt mein Herz.
Nach meinem Elternhaus, dort am Waldesrand
Wo mein Leben begann, in Freud und Schmerz
Ich laufen lernte, an Mutters Hand
 
Lange, - viel zu lang‹ war ich fort.
Ferne Länder schlugen mich in ihren Bann.
Nun quält Sehnsucht mein Herz nach jenem Ort.
Wo mein Leben vor fünfzig Jahren begann.
 
Die Fachwerk Kate, mit reetgedecktem Dach
In Weiß, das Fachwerk schwarz gestrichen
Der Zahn der Zeit hat das Haus, alt gemacht.
Hat, Türen und Fenster ausgeblichen
 
Weiß, die Pforte, die Pfeiler aus rotem Stein
Aus gelbem Sand, der schmale Weg zum Haus
Die grüne Doppeltür verziert mit Schnitzereien.
Girlanden, in der Mitte ein Blumenstrauß
.
Denn alten Rosenstock an der Südwand
Blühte in verschwenderischer Pracht.
Auf der Bank, die an der Hauswand stand,
hab‹ manch‹ Nickerchen ich gemach.
 
Der Brunnen, sein Wasser so kühl und rein
Denn steinernen Trog benutzten wir zum Baden.
Ach, die Kindheit könnt‹ nicht schöner sein.
Es gibt nichts, worüber ich könnte, klagen.
 
Denn Birnbaum hätte‹ ich fast vergessen.
Seine Früchte so saftig und süß, ein Traum
Ich habe‹ sie geliebt und gern gegessen
Selbst gepflückt, vom hohen Baum
 
All das und noch vieles mehr
Möchte ich mit meinen Augen sehen.
Das Auto kommt den Waldweg näher,
Ich halte an, - möchte‹ zu Fuß hingehen.
 
Der Waldweg schon damals eng und schmal
Hat der Wald umwuchert, mit Zweigen überdacht.
Der Herbst hat den Weg mit Blätterfall,
Für das Auto, unpassierbar gemacht.
 
Dann, - steh‹ ich vor meinem Elternhaus:
Es ist, wie ich es vor zehn Jahren verließ!
Meine Mutter schaut zum Fenster hinaus.
Der Brunnen über den Steintrog fließt.
 
Lachend, weinend stürzt Mutter aus dem Haus,
Unsere Arme umschlingen uns, ihr Sohn ist zurück!
Ich erröte, - im Auto liegt Mutters Blumenstrauß.
Die geliebte Mutter im Arm, - welch‘ ein Glück!
(31.10.2020)
 

 
 
 
 

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