Teresa Heinrich

Nachtlichter

Kugelaugen, Herzblätter, schreiende Mäuler

Gaffendes Getier am Straßengraben

Meute mustert mich

Fragende Blicke, Blitze, Abgase

Furcht fängt Feuer

Graue Bäume, schwarzes Gestrüpp

Neon sind die Blumen heutzutage

Und hellblau die frischen Babywindeln

So rein wie der Dreck

Dreck, der dröhnt in deinen Lungen

Müll macht müde

Wenn man nichts findet außer Lumpen und Elektronik

Beine beäugen mich

Blicke belügen mich

Busse befahren Broadways

Herzblätter verwelken in den Kanälen,

Münder weit aufgerissen

Zerreißen sich und ihre Besitzer

Bis nichts mehr bleibt in dieser Stadt

Außer Kugelaugen, Rotznasen, Stinkefüßen

Bis dann wirklich nichts mehr ist

Außer

Nachtlichtern.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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In einem Call Center verkaufen Gitte und ihr Team sehr erfolgreich die Produkte des Hauses, so erfolgreich, daß die sogar zum Testen neuer Aktionen auserkoren werden. Trotz der harten Bedingungen fühlen sich alle wohl bei Krass und Peinlich. Bis das Team von heute auf morgen eine neue Projektleiterin vor die Nase gesetzt bekommt. Wie diese Dora Kilic zu Krass und Peinlich kam und was sie so alles im Schilde führt; für die Mitarbeiter passt zunächst so gar nichts zusammen. Bis Gitte während einer Urlaubsvertretung die falsche Schreibtischschublade öffnet. Und Franziska beim Besuch ihrer Tante in der Klapsmühle Sophie Prandtner trifft. Dann nämlich vereinigen sich zwei Geschichten, und Gitte kann endlich aufdecken, was für ein fieses Spiel Dora mit allen gespielt hat.

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