Hans Fritz

Rimdibum


Stets die Plateau-Strasse war
leer und still bei Nacht und Tag,
bis ein Geschehnis klipp und klar
das Idyll beenden mag.

Eines Nachts, so gegen zwei,
wütet ein Sturm gar deftig.
Ein Nachtwandrer geht vorbei,
erfasst vom Windstoss heftig.

Vor schmucker Villa macht er Halt
und schaut hinauf zum Dach,
da bäumt sich auf ‘ne Spukgestalt,
fällt zurück mit einem Krach.

Ist das der Geist des Rimdibum,
der ohne Rast seit Ewigkeiten,
fuchsteufelswild, doch stumm,
nachts übers Dach soll gleiten?

Der Rimdibum war einst ein Dieb,
der im Hause rumgestrolcht,
einen Schmuckkasten zerhieb,
vom Hausherrn darob kalt erdolcht.

Der liess die Leiche gleich verschwinden,
verscharrte sie im Irgendwo.
Niemand soll sie jemals finden,
nicht mal auf dem Hochplateau.

Rimdibum erhebt sich und stürzt ab,
landet auf der Strasse prompt.
Dem Wanderer graut es nicht zu knapp,
schnellen Schrittes er entkommt.

Die 'Bunte Presse' wohl berichtet
seit Wochen keine Sensation,
nichts Schlimmes ward gesichtet
und Sauregurkenzeiten droh’n.

Da kommt dem Wanderer die Idee,
eine Rimdibumiade einzureichen.
Die Redakteurin, eine gute Fee,
lässt sich zum Druck erweichen.

Die Tagespresse ist viel schneller
und im Eildruck stellt sie her
Lektüre für den Frühstücksteller,
ein Sensatiönchen, bitte sehr!

Der Leser auf die Meldung stösst:
Ein Stück von Daches Pappe
hatte sich im Sturm gelöst,
markierte Rimdibum-Attrappe.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.11.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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