Okan Canbaz

Gegen das Vergessen

Unten in meiner Seele 
im Gewölbe meines Bauches
dort erschüttert mich der anhaltende
Faschismus 
Wo er noch zu erkennen war damals
braun wie ein Sumpf, qualvolle pest
trägt nun viele Gewänder in unsrer Zeit

Viele gibt es in Geschmeiden 
die achtlos von sogenannten Politikern
fleißig ihr grausiges Werk verrichten und
viele gibt es, die Kinder blutende Worte
sprechen lassen
Diese noch unbeschriebenen Blätter 
mit ach so viel Dreck beschmutzt

Viele gibt es in unseren Reihen
so glaubten wir, viele von denen
die Farben unsrer Haut tragen
haben Vernunft gegen Hass
vorgezogen, ein jeder Mensch der hier versagt in Menschenlandschaften

So stolziert der Faschismus wo er will
mit der Sonne in der rechten Hand
zum blenden missbraucht 

Und viele gibt es noch mein Liebling 
die mit uns nicht verstummen 
unsre Lieder verteilen 
über all diese Sümpfe tragen und diese mit der roten Flamme in der linken Hand 
austrocknen

Und wir, meine Liebe 
mein gesangvoller Bach 
wir kennen ein noch größeres Verbrechen
Das große Schweigen gegen den Faschismus

Singe weiterhin, auch fern von mir, 
verstillen wir nicht, denn der größte Tag 

ist noch nicht gelebt

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